18.12.2012, 13:08

Weihnachten Nicht ohne mein Rentier!

Weihnachtsmann mit Rentierschlitten

Foto: pa/dpa/Lehtikuva_Oy

Weihnachtsmann mit Rentierschlitten Foto: pa/dpa/Lehtikuva_Oy

Von Franziska Langhammer

Viele Kinder stellen sich den Weihnachtsmann mit einem Rentierschlitten vor. Die Idee kommt aus den USA, doch auch bei uns werden Rentiere für Weihnachten fit gemacht

Wenn der Weihnachtsmann die Geschenke bringt, nimmt er oft den Schlitten. Zumindest wird er so auf vielen Bildern gezeigt. Dann sitzt er fröhlich im Schlitten mit Geschenken, den seine Rentiere ziehen. Aber wie kommen eigentlich die Rentiere zum Weihnachtsmann?

Das Ganze geht vermutlich auf ein Gedicht zurück, das schon mehr als 180 Jahre alt ist und aus dem Jahr 1823 stammt. Es heißt übersetzt "Die Nacht vor Weihnachten".

Darin wird beschrieben, wie ein Kind in der Nacht vor Weihnachten aus dem Fenster guckt. Es sieht, wie der Weihnachtsmann angerauscht kommt – in einem Schlitten, der von acht Rentieren gezogen wird. Geschrieben hat das Gedicht vermutlich ein Professor aus den USA, wo die Kinder bis heute ihren Santa Claus mit Rentierschlitten kennen .

Bei uns wurden die Rentiere als Gehilfen des Weihnachtsmanns erst vor fast 65 Jahren bekannt. Da übersetzte der Schriftsteller Erich Kästner das Gedicht ins Deutsche.

Rentiere leben eigentlich in kalten Gegenden, wie beispielsweise in Lappland, hoch im Norden Europas, wo es eiskalt werden kann. Aber auch in Deutschland gibt es Rentier-Gehege, in denen sich die Hirsche mit dem plüschigen Geweih tummeln. Züchter Thomas Golz erklärt, wie er seine Rentiere für die Weihnachtszeit fit macht.

Kinderpost: Herr Golz, mögen Rentiere das Wetter in Deutschland?

Thomas Golz: Aber ja! Rentiere mögen auch sehr gerne mal sommerliche Temperaturen um die 30 Grad. Der Vorteil an Deutschland ist: Es gibt hier viel weniger Stechinsekten, die die Tiere piesacken könnten.

Was macht ein Rentier den ganzen Tag?

Thomas Golz: Rentiere brauchen viel Auslauf – in freier Wildbahn legen sie am Tag schon mal 30 bis 50 Kilometer zurück. Außerdem trainieren wir sie für ihre Auftritte: Unsere Tiere werden oft für Fernsehserien oder Veranstaltungen gebucht. Am meisten los ist natürlich in der Weihnachtszeit: Was wäre der Weihnachtsmann ohne seine Rentiere? Wir haben heute schon Anfragen für nächstes Jahr Weihnachten.

Bereiten Sie die Tiere darauf vor?

Thomas Golz: In der Tat sind die Tiere im Sommer ein bisschen faul und dadurch ein wenig dick geworden. Damit sie im Winter fit sind und vor den Schlitten gespannt werden können, beginnt im November das Training. Wir üben dann mit Schlitten, die auf Rädern rollen. Das ist gut für die Ausdauer, und die Rentiere können Muskeln aufbauen.

(dpa)
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