05.12.12

Adventszeit

Das Weihnachtsgewürz

Die Nelke verleiht dem Weihnachtsgebäck seinen ganz besonderen Duft

Von Stefanie Paul
Foto: Getty Images/StockFood

Auch in den "Bausteinen" des Lebkuchen-Häuschens darf die Nelke nicht fehlen

3 Bilder

Beim Duft der Gewürznelke denken viele Menschen sofort an Weihnachten. Mit der Nelke würzen wir Lebkuchen. Oder wir basteln mit ihr tolle Weihnachtsdeko. Heute kann jeder Nelken im Supermarkt kaufen. Aber das war nicht immer so...

Früher einmal, da war die Gewürznelke so etwas wie ein Schatz. Eine duftende Kostbarkeit! Die Leute bezahlten wahnsinnig viel Geld, nur um sie zu besitzen. Die Könige von Spanien und Portugal schickten sogar extra Schiffe los. Diese fuhren quer über die Ozeane – bis auf die andere Seite der Erde.

Die Seeleute an Bord sollten herausfinden, woher die Nelke eigentlich stammt. Denn das war lange Zeit ein großes Geheimnis. Die Kaufleute, die mit ihr handelten und sie nach Europa brachten, verrieten niemanden wo sie das kostbare Gewürz gefunden hatten.

Die Nelke mag die Wärme und das Meer

Das alles ist jetzt aber schon sehr lange her. Heute ist die Gewürznelke kein Schatz mehr. Jeder kann sie kaufen. Mittlerweile weiß man auch, woher sie ursprünglich stammt. Und zwar von den sogenannten hinterindischen Gewürzinseln. Die nennt man auch die Molukken. Von dort kommt auch die Muskatnuss.

Heute gehören die Inseln zu dem Land Indonesien im Südosten Asiens. Mittlerweile wird die Nelke aber auch an anderen Orten angepflanzt, zum Beispiel auf der Insel Sansibar. Die gehört zu dem afrikanischen Land Tansania.

In Deutschland wird man hingegen vergeblich suchen, wenn man sie in freier Natur sehen will. Denn die Bäume, an denen sie wächst, können hier nicht richtig wachsen. Sie mag es nämlich schön warm: Bei über 30 Grad fühlt sie sich erst so richtig wohl. Und wächst zudem besonders gern da, wo ein Meer in der Nähe ist.

Eigentlich ist die Nelke eine Blütenknospe des Gewürznelkenbaums. Das heißt, aus ihr könnte einmal eine richtig schöne Blüte werden. Doch als solche sieht man sie nur sehr selten. Denn bis es soweit wäre, ist sie schon längst gepflückt worden.

Wenn sie noch hoch am Baum wächst, hat sie eine rötliche Farbe. Doch weil sie getrocknet wird, kennen sie meist nur schwarzbraun und verschrumpelt. Denn dabei verfärbt sie sich schwarzbraun – und verliert einen großen Teil ihres Gewichts. Von außen besehen macht sie dann nicht besonders viel her.

Aber eines kann die Gewürznelke wirklich super: duften! Der tolle Duft kommt von dem Öl, das in ihr steckt. Viele Menschen denken sofort an Weihnachten, wenn sie sie riechen. Vielleicht, weil man mit ihr Lebkuchen würzt und sie als Deko in Apfelsinen steckt.

Quelle: dpa
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Lebkuchen backen
  • Du brauchst

    4 Eier – 500 g Puderzucker – 500 g Weizenmehl – 125 g grob geschnittene Mandeln – 125 g grob geschnittenes Zitronat (kandierte Zitronenschale) – 15 g Zimt – die Schale einer halben Zitrone – 5 ggemahlene Nelken – Backpulver oder Hirschhornsalz

  • So geht’s

    Die Eier und der Zucker werden schaumig gerührt. Dann gibst du die Mandeln und das Zitronat dazu, dann noch die Gewürze und zum Schluss das Mehl. Wenn du möchtest, kannst du noch eine Messerspitze Hirschhornsalz oder Backpulver dazugeben. Alles wird gut miteinander verrührt. Der Teig sollte dann etwa eine Stunde ruhen. Anschließend kannst du den Teig etwa einen Zentimeter dick ausrollen, die Lebkuchen ausstechen (z.B. Sterne oder Männer) und auf ein gefettetes Blech legen. Und dann heißt es warten – und zwar bis zum nächsten Tag. Dann backst du den Lebkuchen: bei 175 Grad im Backofen, 15 bis 20 Minuten lang. Wenn sie fertig sind, kannst du sie verzieren.

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