12.11.12

Politik

Zweite Chance für Barack Obama

Der Präsident darf die kommenden vier Jahre in den USA weiterregieren. Er ist ein mächtiger Mann, aber nicht allein der Bestimmer

Foto: REUTERS
U.S. President Obama, first lady Michelle and their daughters walk to Air Force One in Chicago
An die Arbeit: Barack Obama kehrt mit seiner Frau Michelle und den Töchtern Sasha (11, li.) und Malia (14) nach Washington zurück

Die Wahl war spannend, aber am Ende schlug Barack Obama seinen Gegner Mitt Romney dann doch sehr klar. Er kann nun weitere vier Jahre sein Amt als Präsident der USA behalten. Die Mehrheit der Amerikaner meint, dass Obama eine zweite Chance verdient, um die Ziele zu erreichen, die er sich bei seiner ersten Wahl im Jahr 2009 vorgenommen hat: zum Beispiel mehr Gerechtigkeit, mehr Arbeit, bessere Schulen und eine Krankenversicherung für alle.

Das hat er in seiner ersten Amtszeit kaum erreicht. Auch weil seine Gegner ihm seine Arbeit sehr schwer gemacht haben. Obama hat darüber viele graue Haare bekommen – wollte aber unbedingt weitermachen und kämpfte um sein Amt.

Kaum ein Politiker scheint so mächtig zu sein wie der Präsident der USA. Aber was darf er eigentlich wirklich bestimmen, ohne jemanden zu fragen? Dazu gibt es genaue Regeln. Als Chef legt er natürlich fest, mit welchen Menschen er zusammenarbeitet. Gemeint sind die Leute seiner Regierung, die Minister. Die Minister kümmern sich um bestimmte Bereiche – etwa um die Schulen im Land. Oder um alles, was mit der Gesundheit der Menschen zusammenhängt. Die Minister beraten den Präsidenten.

Der Präsident muss den Kongress überzeugen

Als oberster Boss gilt der Präsident, wenn es um die Soldaten der USA geht, das Militär. Auch Gesetze gelten erst, wenn der Präsident sie unterschreibt. Das heißt aber nicht, dass er solche Regeln einfach festlegt. Denn ein Allein-Bestimmer ist der Präsident nicht wirklich. Es gibt nämlich zig Frauen und Männer, die ihn kontrollieren. Die Politiker gehören dem Kongress an.

Der Kongress ist in zwei Gruppen geteilt: in das Repräsentantenhaus und den Senat. Die meisten Politiker dort gehören zu den Republikanern oder zu den Demokraten. Barack Obama gehört zu den Demokraten.

Der Präsident muss ab und zu den Politikern im Kongress berichten. Er erzählt ihnen dann etwa, wie die Lage des Landes so aussieht. Außerdem kann er nicht einfach so das Geld des Staates ausgeben – etwa für Schulen, die Armee oder alte Leute.

Der Kongress muss dem zustimmen. Wenn der Präsident seine Pläne dort nicht durchbekommt, muss er manchmal nachgeben. Das ist in seiner letzten Amtszeit häufig passiert. Die Republikaner wollten seine Arbeit einfach nicht unterstützen.

So ist also auch der mächtigste Mann der Welt nicht immer so mächtig. Damit er in seinem Land wirklich etwas ausrichten kann, muss er jetzt versuchen, mit den Republikanern besser zusammenzuarbeiten.

Quelle: dpa; gs
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