20.08.12

Dreharbeiten

Kinderschauspieler am Set von "Terra MaX

Der zwölfjährige Elias Kassner spielt in der ZDF-Reihe eine der Hauptrollen

Von Karoline Beyer
Foto: DAPD
Kinderdienst: Sohn von Dieter Hallervorden spielt Rolle in "Terra MaX"
Auch im Ufo wird gegessen: Paul (Elias Kassner, v.l.) sein Opa Max (Jürgen Mai) mit dem Piratenjungen Jimmy (Johannes Hallervorden) bei den Dreiharbeiten

Der Wind streicht durch die Bäume, die Sonnenblumen wiegen sich langsam hin und her, hinter der Rasenfläche beginnt die Spree, auf der ein Boot vorbeifährt. Aber Bootsgeräusche sind im Drehbuch nicht vorgesehen. Also alles noch mal von vorn. Elias Kassner bleibt geduldig. Auch als er für eine Szene immer wieder Spaghetti ohne Soße essen muss, beweist er Ausdauer.

Der Zwölfjährige kennt das schon, schließlich ist es seine zweite Staffel für die ZDF-Produktion "Terra MaX". Sie besteht aus acht Folgen und soll Ende des Jahres im Fernsehen laufen. Nur ein paar Personen sind am Set, darunter der Regisseur, der Kameramann, der Tonmeister und die Produzentin. Den Drehort in Köpenick findet Elias super. "Es ist sehr schön hier, vor allem, dass wir direkt am Wasser sind, gefällt mir gut", sagt er.

Das Gelände gehört zum Funkhaus an der Nalepastraße in Köpenick. Zwischen Bäumen und Blumenbeeten steht ein großes graues Ufo auf Stelzen. Es ist das Filmzuhause von Opa Max (Jürgen Mai) und seinem Enkel Paul (Elias). Opa Max hat eine Zeitmaschine gebaut, um seinem Enkel zu zeigen, wie die Zukunft aussieht.

Aber sie funktioniert nicht richtig: Immer wieder tauchen Figuren aus der Vergangenheit auf und erzählen, wie es sich in ihrer Zeit so lebt. In einer Folge erscheint beispielsweise ein englischer Pirat, gespielt von Johannes Hallervorden, dem Sohn des Kabarettisten Dieter Hallervorden. Der erzählt von seinen Abenteuern auf den Weltmeeren zur Zeit von Königin Elisabeth I.

" Ich find's toll, dass es eine Serie für Kinder ist und ich als Kind etwas für andere Kinder drehe", sagt Elias. Eigentlich lebt er in Göttingen, wo er jetzt in die achte Klasse kommt. Für die Dreharbeiten wohnt er aber in Berlin. "Die Stadt gefällt mit gut", erzählt er. "Sie ist schön groß, man kann toll einkaufen und so viele verschiedene Sachen unternehmen."

Nach dem täglichen Drehschluss hat er sich zum Beispiel das "Gruselkabinett" oder einen der tollen Parks angesehen. "Und wir waren auch in schönen Restaurants essen."

Elias hat schon reichlich Dreherfahrung. Unter anderem spielte er 2009 in dem Fernsehfilm "Trau niemals deinem Chef" an der Seite von Ulrich Noethen und Max von Thun. Und in "Der Mann mit dem Fagott", dem Fernsehfilm über Udo Jürgens, zusammen mit Christian Berkel und Herbert Knaup.

Meistens dreht er in den Ferien, manchmal wird er auch ausnahmsweise von der Schule freigestellt. Das geht aber auch nur, weil er so gute Noten hat und immer alles nacharbeitet. Im Notfall gibt es am Drehort einen Lehrer.

Natürlich müssen sich die Drehzeiten mit seinen Schulzeiten vereinbaren lassen. Das Landesamt für Arbeitsschutz wacht streng darüber, dass schauspielernde Kinder nur maximal fünf Stunden am Set sind, davon dürfen drei Stunden gedreht werden. Elias hat, wenn er eine Hauptrolle spielt, viel mehr zu tun als in einer Nebenrolle. "Dann habe ich lange Dreh-Abschnitte und fast keine Wartezeiten dazwischen. Fünf Stunden am Set sind dafür echt genug", sagt er.

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