In Regionalzug
Lehrling gesteht Angriff auf Streitschlichter
Nach dem Messerangriff auf einen Mann im Zug muss sich seit Dienstag ein 21-Jähriger vor Gericht verantworten. Der Lehrling gab zu, im April 2009 "ohne Vorwarnung" einen Reisenden im Zug zwischen Potsdam und Berlin-Wannsee mit einer abgebrochenen Bierflasche niedergestochen zu haben.
Ein 21-jähriger Lehrling hat am Dienstag einen Angriff auf einen Streitschlichter in einem Regionalzug zwischen Potsdam und Berlin-Wannsee zugegeben. Es tue ihm furchtbar leid, er habe schreckliche Schuldgefühle, erklärte der Angeklagte in seinem Prozess vor einem Berliner Amtsgericht. Er hatte dem Fahrgast mit einer abgebrochenen Bierflasche eine tiefe Schnittwunde nahe der Halsschlagader zugefügt.
Der Angeklagte war nach eigenen Angaben im April 2009 mit seiner Clique auf der Rückfahrt vom Baumblütenfest im brandenburgischen Werder. Er sei betrunken gewesen und habe gesehen, dass sein Freund in einen Tumult verwickelt war. Er habe gedacht, das spätere Opfer wolle sich einmischen. Dass der Mann den Streit habe schlichten wollen, habe er verkannt, bedauerte der Lehrling aus dem Stadtteil Pankow.
Nach Angaben von Verteidigerin Evelyn Ascher hat das Verfahren so lange gedauert, weil zunächst ein anderer Fahrgast in Verdacht geraten war. Der Verletzte und seine Freundin hätten den Mann irrtümlich bezichtigt. Obwohl sich ihr Mandant bei der Polizei gestellt habe, sei dem Paar geglaubt worden bis der Fall durch Angaben eines anderen Zeugen geklärt werden konnte.
Der Prozess wurde auf den 20. März vertagt.
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