Heizung ausgefallen
Berliner Polizisten müssen sich warm anziehen
Die klirrende Kälte hat auch die Heizung im Berliner Polizeipräsidium in Tempelhof aus dem Tritt gebracht. Vor allem die Mitarbeiter der Einsatzzentrale mussten in den vergangenen Tagen in ihren Büros frieren und setzten nicht nur auf Thermo-Unterwäsche.
Die arktischen Temperaturen, die in Berlin momentan gemessen werden, verschonen auch die Polizei nicht. Und der Winter trifft nicht nur die Ordnungshüter, die draußen auf den Straßen der Hauptstadt ihren Dienst tun. In Mitleidenschaft gezogen werden zurzeit auch Beamte, die im Polizeipräsidium am Platz der Luftbrücke arbeiten. Besonders getroffen hat es offenbar die Mitarbeiter der Einsatzleitzentrale (ELZ). Dort funktioniere bereits seit einer Woche die Heizung nicht richtig, inzwischen sei sie komplett ausgefallen, berichtete ein Beamter am Freitag.
"Die Kollegen kommen inzwischen in Thermo-Unterwäsche zum Dienst, viele haben zudem Heizlüfter von zu Hause mitgebracht", schilderte der Beamte die momentane Situation. Dass die Geräte auch noch laut sind, sei dabei ein unangenehmer Nebeneffekt. Die gängige Redewendung, wer Innendienst macht, sitzt warm und trocken, trifft auf die Beamten der ELZ offenbar momentan nur halb zu.
Die Beamten befürchteten, dass das eisige Klima in ihren Diensträumen von längerer Dauer sein könnte. Denn wo in Privathaushalten schnell der Notdienst der nächsten verfügbaren Heizungsfirma zu Hilfe eilt, passiert im öffentlichen Dienst in der Regel erst einmal nichts. Das liegt daran, dass in einer Behörde eine defekte Heizung nicht einfach nur eine defekte Heizung ist, sondern ein Verwaltungsvorgang. Dessen Abwicklung erfolgt auf der Grundlage zahlreicher gesetzlicher Bestimmungen und Regelungen. Da wird zunächst geprüft, aus welchem Etat die entstehenden Kosten zu bestreiten sind. Dann werden Angebote eingeholt. Und der günstigste Anbieter bekommt den Zuschlag, ganz im Sinne einer konsequenten Sparpolitik. So etwas kann dauern.
Doch in diesem speziellen Fall zeigte die Behördenleitung Mitgefühl. Nach Bekanntwerden der Probleme sei eine Firma mit Sofortmaßnahmen beauftragt worden, zusätzlich seien die Fenster abgedichtet worden, sagte ein Sprecher. Jetzt, so hoffen alle, müsste es wieder wärmer werden.
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
-
22:05EU-Sondergipfel: Europa verstärkt die Warnsignale an Griechenland
-
21:2533 Jahre Gefängnis: Jagd auf Bin Laden — lange Haftstrafe für Helfer
-
21:17Cannabis: Berlins Justizsenator will schärfer gegen Kiffer...
- 1. Schweden Taufe - Prinzessin Estelle quietscht vor Vergnügen
- 2. Urteil am Freitag Hertha-Präsident schließt Gang vor Schiedsgericht nicht aus
- 3. DFB-Urteil Hertha will Mitglieder über Berufung entscheiden lassen
- 4. Börsenkurs Talfahrt der Facebook-Aktie nimmt kein Ende
- 5. Hertha BSC Streit um Manager Preetz bestimmt Präsidiumswahl














