Schloss Bellevue
Wulff-Gegner wollen erneut Schuh und Stuhl zeigen
Der Bundespräsident muss sich erneut auf Besuch vor seiner Haustür gefasst machen: Am Sonnabend wollen Demonstranten vor Christian Wullfs Amtssitz protestieren - und ihm symbolisch den Schuh zeigen. Auch ein überdimensionaler Stuhl soll ihn zum Rücktritt auffordern.
Bundespräsident Christian Wulff muss sich auf eine weitere Schuh-Demonstration vor seiner Haustür gefasst machen. Unter dem Motto "Wulff den Stuhl vor die Tür stellen – Shoe for you, Mr. President" ist für diesen Sonnabend (11. Februar) eine Protestkundgebung vor Wulffs Amtssitz Schloss Bellevue angemeldet, wie eine Polizeisprecherin in Berlin am Donnerstag bestätigte. Der Veranstalter, der Verein Creative Lobby of Future (CLoF), erwarte etwa 500 Teilnehmer.
Der Verein will nicht nur Schuhe zeigen, sondern an der Ecke Spreeweg/John-Foster-Dulles-Allee einen überdimensionalen Stuhl aufbauen (14 Uhr). Dies will er als Aufforderung an Wulff verstanden wissen, zurückzutreten und nicht länger an dem Stuhl des Bundespräsidenten kleben.
Bereits Anfang Januar hatten etwa und ihm vor dem Schloss Bellevue spöttisch den Schuh gezeigt. In der arabischen Kultur werden mit dieser Geste Menschen verhöhnt, aber auch Ärger und Verachtung zum Ausdruck gebracht.
Wulff steht seit Mitte Dezember unter anderem wegen seiner Kredite für den Kauf eines Eigenheimes in Niedersachsen in der Kritik. Seine Gegner halten ihm Vorteilsnahme vor. Erst in dieser Woche hatte ihn ein früherer , den ein befreundeter Unternehmer zunächst bezahlt haben soll, wieder in die Schlagzeilen gebracht. Die Staatsanwaltschaft Hannover prüft den Fall.
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