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09.02.12

Nahverkehr

Ver.di droht offen mit Warnstreiks bei der BVG

Zuspitzung im Tarifstreit zwischen der Gewerkschaft Ver.di und den Berliner Verkehrsbetrieben. Bereits in der nächsten Woche könnten Busse, U-Bahnen und Trams in Berlin zum Stillstand kommen. Die Arbeitgeberseite will ihr Angebot nun nachbessern.

© dpa/DPA
Feuerwehreinsatz im U-Bahnhof Zoo
Die Gewerkschaft Verdi droht mit einem Warnstreik bei der BVG

Die Gewerkschaft Verdi droht nun offen mit Warnstreiks bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). In der nächsten Woche könnten Busse, U-Bahnen und Trams in Berlin zum Stillstand kommen. Grund sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen für die rund 12.000 Beschäftigten des Landesunternehmens und seiner Tochter Berlin Transport. Die Gespräche gehen an diesem Dienstag in die sechste Runde.

"Wenn sich wiederum kein Lösungsweg abzeichnet, werden erste Warnstreiks vorbereitet", kündigte Verdi-Verhandlungsführer Lothar Andres am Donnerstag an. Es könne kurzfristig zu Aktionen kommen, hieß es bei der Gewerkschaft. Entschieden werde am 15. Februar. Die Tarifkommission richtete am Donnerstag den notwendigen Antrag an den Verdi-Bundesvorstand.

Die Arbeitgeberseite deutete nach der Ankündigung an, sie wolle der Gewerkschaft mit einem verbesserten Angebot entgegenkommen. "Wir haben immer bekräftigt, dass wir eine Lösung am Verhandlungstisch finden wollen", sagte Silke Leicht-Gilles, die Sprecherin des Kommunalen Arbeitgeberverbands. "Wir sehen noch Bewegungsmöglichkeiten und loten gerade die Spielräume aus."

Verdi will, dass die Einkommen der 12.000 Beschäftigten der BVG und ihrer Tochter Berlin Transport schneller steigen als die allgemeinen Preise. Der KAV bietet bislang eine stufenweise Erhöhung von insgesamt 4,2 Prozent bis zum Januar 2015 sowie Einmalzahlungen von insgesamt 500 Euro.

Vor knapp vier Jahren Jahren hatten die Gewerkschaften in einer der härtesten Auseinandersetzungen der vergangenen Jahrzehnte die BVG zwei Wochen lang nahezu komplett lahmgelegt. Die S-Bahn gehört zur Deutschen Bahn und ist nicht betroffen.

Quelle: dpa/bee
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