Prozess
Freundin erstochen – Maler spricht von Blackout
Ein 39-jähriger Maler und Lackierer hat vor Gericht gestanden, seine Lebensgefährtin und Mutter zweier Kinder mit einem Brotmesser erstochen zu haben. Sie soll ihn nach dem Sex der Wohnung verwiesen und beleidigt haben, da seinen bei dem Angeklagten die Sicherung durchgebrannt.
Nach einem heftigen Streit hat ein 39-jähriger Maler und Lackierer seine Lebensgefährtin mit einem Brotmesser erstochen. Zu Beginn seines Prozesses vor dem Berliner Landgericht gestand der Angeklagte am Mittwoch die Tat vom Mai vergangenen Jahres. Die Frau habe ihn wie oft zuvor der Wohnung verwiesen. Er sei kein richtiger Mann, habe sie gesagt. Beleidigt und in seiner Ehre verletzt habe der 39-Jährige zugestochen.
"Es war ein Blackout", erinnerte er sich an die Tat. Das Messer traf Herz und Lunge der 28 Jahre alten Mutter zweier kleiner Kinder. Sie verblutete in der gemeinsamen Wohnung im Stadtteil Lichtenrade. Der Maler stellte sich der Polizei.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord vor. Der Angeklagte habe die Trennung von der Partnerin nicht akzeptieren wollen und Besitzansprüche erhoben, heißt es in der Anklage. Der selbst mit einer anderen Frau verheiratete Familienvater hatte eigenen Angaben nach häufig Streit mit seiner Freundin.
Am Morgen des 31. Mai 2011 hatte das Paar nach Angaben des Malers gemeinsam Sex. "Verpiss dich", habe die Freundin danach verlangt. Da habe er ein Messer aus der Küche der gemeinsamen Wohnung geholt, sagte der Angeklagte. Er habe die Frau nur erschrecken wollen.
Doch die Partnerin habe ihn verächtlich gemacht. Sie habe gedroht, allen zu erzählen, dass er als Junge vergewaltigt worden sei. Dieses Erlebnis habe er nur ganz wenigen Menschen anvertraut. Er habe sich schon damals in seiner Ehre beschmutzt gefühlt, beteuerte der Vater von zwei eigenen Kindern. Das alles sei in ihm hochgekommen.
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