Lebensgefährlicher Angriff
Ermittlung wegen versuchten Mordes nach Überfall
Der Staatsschutz des Landeskriminalamtes ermittelt nachdem lebensgefährlichen Überfall auf einen jungen Ausländer in Prenzlauer Berg wegen versuchten Mordes. Von den drei unbekannten Schlägern fehlt weiter jede Spur. Das Opfer befindet sich in einem kritischen Zustand.
Nach dem lebensgefährlichen Angriff auf einen jungen Ausländer in Berlin-Prenzlauer Berg hat der Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übergenommen. Die Fahnder schließen einen rechtsextremen Hintergrund nicht aus, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Ermittelt werde wegen versuchten Mordes. Unterdessen blieb die Suche nach den drei unbekannten Schlägern auch am Dienstagnachmittag weiter erfolglos.
Die nach Zeugenaussagen 20 bis 25 Jahre alten Männer hatten am Sonntagmorgen in der Nähe des U-Bahnhofs Eberswalder Straße den 23-Jährigen zunächst mit ausländerfeindlichen Parolen beleidigt. Zwei Zeugen versuchten noch – vergeblich – zu schlichten, als der 23-Jährige auf die drei dunkelgekleideten Männer losging. Die drei Männer verletzten ihn durch Schläge und Tritte lebensgefährlich.
Mit ihren Tritten gegen den Kopf des bereits am Boden liegenden jungen Mannes brachen die kahlgeschorenen Schläger ihm fast das Genick. Ein Halswirbel wurde verletzt, zudem erlitt er einen Nasenbeinbruch. Danach flüchteten die dunkelgekleideten Täter zu Fuß.
Der Überfallene hatte zuvor eine etwa gleichaltrige, blonde Frau nach dem Weg gefragt und anschließend auf einen Kaffee eingeladen. Die drei Unbekannten mischten sich ein und beschimpften den 23-Jährigen fremdenfeindlich.
Das Opfer befindet sich in einem kritischen Zustand. Eine bereits für Montag geplante Operation sei verschoben worden, berichtete die Polizei am Dienstag. Die beiden Zeugen sollten am Donnerstag weiter vernommen werden. Auch die Suche nach der unbekannten Frau werde fortgesetzt. Die Polizei rief zudem mögliche Zeugen dazu auf, sich zu melden.
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