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01.01.12

Silvester am Brandenburger Tor

Berliner feiern ausgelassen ins neue Jahr

Hunderttausende Berliner und ihre Gäste haben auf Deutschlands größter Silvester-Party friedlich ins neue Jahr gefeiert. Für die Rettungskräfte blieb es in der Stadt bis auf wenige Ausnahmen weitgehend ruhig.

dpa/DPA

Auf der zentralen Bühne traten zahlreiche Stars auf, um den Feierwütigen so richtig einzuheizen.

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Mit tosendem Applaus und einem farbenfrohen Feuerwerk haben die Menschen in Berlin bei Deutschlands größter Silvesterparty das neue Jahr 2012 begrüßt. Rund 400.000 Besucher säumten die Festmeile rund um das Brandenburger Tor und feierten eine rauschende Party. Die Zugänge zur Silvestermeile mussten bereits zwei Stunden vor Mitternacht wegen des Andrangs geschlossen werden. Angesichts des milden Wetters waren dabei die ersten Zuschauer bereits am frühen Samstagnachmittag zum Wahrzeichen der Hauptstadt geströmt.

Auf der zentralen Bühne am Brandenburger Tor traten insgesamt 18 Künstler und Musikgruppen auf, darunter Udo Jürgens, Andreas Bourani, Frida Gold, DJ Bobo und Kim Wilde. Auf der Straße des 17. Juni gab es weitere Showbühnen, DJ-Tower, Leinwände und ein Riesenrad.

Für die gesamte Partyzone galten strenge Sicherheitsregeln. Alle Besucher wurden an den Eingängen nach Flaschen, Feuerwerkskörpern und anderen Gegenständen kontrolliert, die auf der Partymeile nicht erlaubt waren.

"Die Feier an Brandenburger Tor und Siegessäule lief völlig entspannt und friedlich ab", sagte ein Feuerwehrsprecher am frühen Sonntagmorgen. Lediglich 35 Party-Besucher mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Bei den meisten war zu viel Alkohol im Spiel. Schwerverletzte gab es nicht. In der Charité wurden in der ersten Stunde des neuen Jahres in der Unfallchirurgie 13 Verletzte versorgt.

Feuerwehr muss weniger oft ausrücken

"In ganz Berlin musste die Feuerwehr bislang zu 1360 Einsätzen ausrücken", berichtete der Sprecher weiter. Gerufen wurden die Kräfte meist zu kleineren Bränden, die durch verirrte Silvesterraketen ausgelöst worden waren. Sie stellten nur ein Drittel der Einsätze dar. Zum größten Teil mussten die Rettungskräfte verletzte Personen versorgen. Insgesamt zeigte sich der Sprecher optimistisch, dass die Einsatzzahl gegenüber dem Vorjahr sinken könnte. "Es scheint dieses Mal ruhiger zu sein", prognostizierte er in den frühen Morgenstunden

Zudem gab es auch viele normale Einsätze, unabhängig von Silvester. So wurde in Berlin-Adlershof ein Autofahrer lebensgefährlich verletzt, als er bei einem Unfall aus seinem Wagen in ein Gewässer geschleudert wurde.

Für die Berliner Polizei verlief der Jahreswechsel nach eigenen Angaben turbulent. "Zu unschönen Vorkommnissen kam es auf der Warschauer Brücke", sagte ein Polizeisprecher. Dort seien aus einer größeren Menschengruppe Steine und Böller auf vorbeifahrende Funkwagen geworfen wurden. Zwei Polizisten wurden dabei durch Glassplitter an den Augen verletzt und mussten zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Ebenfalls an der Warschauer Brücke in Berlin-Friedrichshain kam es zu einer Messerstecherei, bei der ein Mensch schwere Verletzung erlitt.

Innensenator Frank Henkel (CDU) dankte den Berliner Rettungskräften für ihren Einsatz. "Die Polizei und die Feuerwehr sind in Berlin hoch professionell aufgestellt", sagte er. Henkel selber hatte sich am Abend zum ersten Mal als verantwortlicher Senator ein Bild von der Lage gemacht, indem er neun Einsatzstationen besucht hatte.

Aufräumen nach der Party

Böllerreste, Sektflaschen, die Straßen und Plätze lagen am Neujahrsmorgen voller Partymüll: Nach der ausgelassenen Silvesternacht rückte die Berliner Stadtreinigung (BSR) zum großen Neujahrsputz aus. Seit 3 Uhr seien rund 620 Mitarbeiter unterwegs, um die Straßen zu säubern, sagte BSR-Sprecher Bernd Müller am Sonntagmorgen. Schwerpunkte seien wie in jedem Jahr die "publikumsrelevanten Bereiche sowie die Strecke des Berliner Neujahrslaufes".

Vor allem am Gendarmenmarkt, am Alexanderplatz, dem Hauptbahnhof und rund um den Bahnhof Zoo werde derzeit der Müll weggeräumt. Die anderen Straßen Berlins sollen Müller zufolge in den kommenden Tagen folgen.

Wie lange die BSR benötigt, um die Hauptstadt vom Silvestermüll zu befreien, konnte Müller noch nicht sagen. Allerdings werde es wohl schneller gehen als im vergangenen Jahr. In den ersten Januartagen 2011 konnte sich die BSR kaum um die Überbleibsel aus der Silvesternacht kümmern. Der Winterdienst hatte Vorrang. Die Straßen der Hauptstadt mussten von Schnee und Eis befreit werden.

Autofahrer müssen sich weiter auf Verkehrsbehinderungen einstellen. Die Straßensperrungen rund um das Brandenburger Tor dauern noch bis zum 2. Januar an. Wegen des Neujahrslauf in der Berliner Innenstadt kommt es ebenfalls zu Umleitungen.

Quelle: dpa/dapd/mim
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