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16.12.11

Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

Jeder vierte Migrant in Berlin von Armut bedroht

Anlässlich des Internationalen Tages der Migranten teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit, dass Zuwanderer in der Hauptstadt deutlich stärker von Armut betroffen sind als Menschen ohne Migrationshintergrund.

© dpa/DPA
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Zuwanderer sind in Berlin deutlich stärker von Armut bedroht als die einheimische Bevölkerung

Jeder vierte Migrant in Berlin ist armutsgefährdet. Zuwanderer haben damit ein höheres Armutsrisiko als Menschen ohne Migrationshintergrund, teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Freitag anlässlich des internationalen Tages der Migranten in der Bundeshauptstadt mit. Im Jahr 2010 waren insgesamt 27,1 Prozent der Zuwanderer armutsgefährdet. Ihr Armutsrisiko habe damit berlinweit um 15,4 Prozentpunkte über dem der Bevölkerung ohne Zuwanderungserfahrung gelegen. Als Zuwanderer gelten dabei Personen, die nach 1949 nach Deutschland gekommen sind.

Dabei gab es nach Angaben der Statistiker enorme Unterschiede zwischen den einzelnen Stadtbezirken. So waren in Spandau 38,3 Prozent armutsgefährdet, also mehr als jeder dritte Zuwanderer. Bei Personen ohne Zuwanderungserfahrung lag das Armutsrisiko dort nur bei 11,6 Prozent. Damit hatte Spandau sowohl beim Abstand zwischen Migranten und Nichtmigranten den höchsten Wert, als auch bei der Armutsgefährdung von Migranten überhaupt.

Über 30 Prozent lag die Armutsgefährdungsquote von Migranten auch in den Stadtbezirken Neukölln (35,7 Prozent), Marzahn-Hellersdorf (33,8 Prozent) und Friedrichshain-Kreuzberg (32,2 Prozent). Am niedrigsten lag sie in Charlottenburg-Wilmersdorf mit 21,5 Prozent. Den geringsten Abstand zwischen Migranten und Nichtmigranten verzeichnete der Stadtbezirk Mitte: Hier lag der Abstand bei lediglich 8,7 Prozentpunkten.

Die Armutsgefährdungsquote bezeichnet den Angaben zufolge den Anteil der Bevölkerung, dessen "bedarfsgewichtetes" Pro-Kopf-Einkommen geringer ist als die sogenannte Armutsgefährdungsschwelle. Diese liegt bei 60 Prozent des durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens

Quelle: dapd/EPD/nbo
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