19.11.11

Best of

Hier gibt es in Berlin Mode ohne Verfallsdatum

Die angesagten Second-Hand-Läden der Stadt handeln mit Designerlabels. Stücke aus den Ateliers von Jimmy Choo und Stella McCartney sind da keine Seltenheit. Morgenpost Online mit einer Auswahl.

Foto: Buddy Bartelsen
Best of Berlin
Erst kürzlich haben Anna Veit (r.) und Sandra Diana Troegl ihre Second Hand-Boutique "Veist" eröffnet.

Neukölln - Jedes Teil hat seine Geschichte

Erst kürzlich haben Anna Veit und Sandra Diana Troegl ihre Second Hand-Boutique eröffnet. Letztere hat schon bei den Sommer-Flohmärkten von "Sing Blackbird" jung-urbane Mode verkauft. Nun hängt Getragenes, frisch gewaschen und gebügelt, neben Kommissionsware und manchem, wenn auch schönen "Fehlkauf", im eigenen Laden. Jedes Teil (ab fünf Euro) hat ein Etikett, auf dem seine Geschichte erzählt wird, manche real vom Vorbesitzer, andere ausgedacht von den Veist-Inhaberinnen: So war ein Blumenrock Teil eines wunderbaren Picknicks. Die ehemalige Trägerin einer Toni Gard-Hose wünscht ihrer Nachfolgerin Glück und der Hose ein gutes, neues Zuhause.

Veist Selchower Str. 32, Neukölln, U8 Boddinstraße, Mo.–Fr. 14–20 Uhr, Sbd. 12–18 Uhr, www.veistberlin.com

Charlottenburg - Design aus zweiter Hand

"Neu und dennoch Second Hand", beschreibt Sylva Tomanskova ihr Konzept. Ihr vor 13 Jahren eröffneter Shop gleicht einer edlen Boutique, ohne den üblichen Second-Hand-Laden-Geruch oder Wühlkisten. Edle Designerstücke hängen hübsch aufgereiht. Blusen, Hosen, Kleider, Shirts und auch Handtaschen stammen entweder aus Modenschauen, sind Kollektionsteile oder Kommissionsware von gutbetuchten Kundinnen. Nichts ist älter als zwei Saisons. So findet man Labels wie Missoni, Marc Jacobs, Stella McCartney, Moschino oder Dolce & Gabbana, nicht billig, aber preiswert.

Chiara, Bleibtreustr. 39, Charlottenburg, S5, 7, 9, 75 Savignyplatz, Mo.–Fr. 11–18.30 Uhr, Sbd. 11–16 Uhr, Tel.: (030) 88680671

Kreuzberg - Fein säuberlich nach Farben geordnet

Funda Apakbey hat ein Faible: Sie ordnet Kleidung nach Farben. So hängen in ihrem weitläufigen Souterrain-Shop Kleider, Abendkleider, Röcke, Jacken und Mäntel fein säuberlich geordnet von Weiß über Beige, Rot und Blau bis Schwarz. Das Gros ist aus den 70er- und 80er-Jahren und preislich zwischen 1,50 und 170 Euro erhältlich. Bei Hosen macht sie eine Ausnahme. Diese sind nach Größen sortiert. Eine kleine Abteilung gibt es auch für Umstandsmode. Viel Raum hingegen nehmen Schuhe ein. Wie alle anderen Teilchen auch sind die Kleidungsstücke ausschließlich für Frauen.

Stylo, Hagelberger Str. 52, Kreuzberg, U7 Mehringdamm, Mo.–Fr. 11–18 Uhr, Sbd. 12–16 Uhr, Tel.: (030) 60401178, www.stylo-berlin.de

Friedenau - Kleider kann man nie genug haben

Kopenhagen mit seiner Kreativität und seinem Mode-Faible hat Marie Heinrich vor vier Jahren dazu inspiriert, selber eine Boutique zu eröffnen. In der Nische zwischen Neuware und Second Hand bewegt sich der kleine, schmale und hübsch aufgemachte Shop, in dem kaum ein Stück mehr als 100 Euro kostet. Es gibt Kleider und Abendkleider von Edel-Labels mit minimalen Fehlern, aus Probekollektionen oder von Modeschauen sowie Accessoires wie Taschen und Hüte. Sehr weiblich, schön und individuell.

Verzückt - Designerfundus und Hübscherei, Dickhardtstr. 60, Friedenau, S1 Friedenau, Di.–Fr. 11–18 Uhr, Sbd. 11–14 Uhr, Tel.: 0152/06963933

Prenzlauer Berg - Highheels im Leoparden-Stil

Die Leoparden-Highheels von Jimmy Choo kosten zwar an die 180 Euro, das ungetragene Original hingegen ist für viele unbezahlbar. Soeur gehört zu jenen Second Hand-Shops, die mehr wie eine Boutique anmuten. Hier findet sich Schönes, Junges, Tragbares und Hochwertiges, das aus den Beständen von Stylisten stammt oder von Kunden auf Kommission angenommen wurde. Die Highheels sind nicht nur Ware, die auf neue Besitzerinnen wartet. Denn hübsch aufgereiht auf den Stufen, die in zwei weitere kleine Verkaufsräume führen, sind sie auch dekoratives Element.

Soeur, Marienburger Str. 24, Prenzlauer Berg, Tram M2 Marienburger Straße, Mo.–Fr. 11–19, Sbd. 11–18 Uhr, Tel.: (030) 32 89 15 20, www.soeur-berlin.de

Kreuzberg - Ein Dorado für Kleider-Schnäppchen

Kreuzberg, erster Hinterhof, erster Stock. Second-Hand-Fans kennen das 1000 Quadratmeter große Schnäppchen-Dorado, wo Mützen bei 99 Cent beginnen und es Schuhe für 9,99 Euro gibt. Mittwochs gibt es in der Happy Hour (11–13 Uhr) zudem 30 Prozent Rabatt. Mit Einkaufskörben und viel Zeit, kann man sich von einem Klamottenständer zum nächsten vorarbeiten. "Colours" gehört zur "Kleidermarkt"-Kette, ebenso wie die "Garage" in Schöneberg oder "Made in Berlin" in Mitte und Prenzlauer Berg.

Colours, Bergmannstr. 102, Kreuzberg, U7 Gneisenaustraße, Mo.–Fr. 11–19, Sbd. 12–19 Uhr, Tel.: (030) 6943348, www.kleidermarkt.de

Mitte - Schöne Stücke aus vergangenen Jahrzehnten

"Ein Second-Hand-Shop muss nicht wie ein Second-Hand-Shop aussehen", finden Astrid Lafos und Sandra Keil. So haben sie vor zweieinhalb Jahren angefangen, Kleidung, die ihnen gefällt, von Filmproduktionen zu kaufen. Inzwischen sind auch andere Bezugsquellen hinzugekommen. Die schönen Stücke aus den letzten Jahrzehnten, Kleidung, Schuhe, Accessoires und vieles aus den 80er-Jahren, werden wie in einer schmucken Boutique präsentiert. In Mitte gibt es nur Damenmode, im Zweitgeschäft in der Stargarder Str. 12a in Prenzlauer Berg auch Kleidsames für Herren.

Garments, Linienstr. 204–205, Mitte, U8 Rosenthaler Platz, Mo.–Sbd. 12–19 Uhr, Tel.: (030) 28477781

Schöneberg - Jil Sander zum fairen Preis

Auch diese hübsche Boutique mutet so gar nicht nach einem der üblichen Second-Hand-Läden an. Das ist beabsichtigt, Inhaberin Christine Behr-Eisner setzt auf neu- und hochwertige Damenkleidung, maximal zwei bis drei Saisons alt, von bekannten Designern. Hier findet man fairpreisige Einzelteile von Topmarken wie Jil Sander, Missoni, René Lezar (Größen 34–44) und Taschen von Louis Vitton oder Michael Kors sowie nicht getragene Schuhe. Alles ist Kommissionsware. Stammkunden schätzen die Modeberatung von Christine Behr-Eisner.

Viktor & Luise, Welserstr. 10–12, Schöneberg, U4 Viktoria-Luise-Platz, Mo.–Fr. 12–19, Sbd. 12–15 Uhr, Tel.: (030) 21235770, www.viktor-luise.de

Prenzlauer Berg - Was lieben Frauen? Schuhe!

Schuhe, Schuhe, Schuhe. Im Schaufenster und im ganzen Laden, vom Boden bis zur Decke. Calypso spezialisiert sich ganz klar auf das, was die Füße verschönert. Auch wenn dort ein paar ausgewählte Kleidungsstücke an einem Kleiderständer hängen. In dem voll gestapelten Laden kann man nach Highheels, Pumps, Stiefeln, Schnürern aus den 30er- bis 80er-Jahren und auch manchem getragenen Modell jüngeren Datums stöbern. Wie üblich sind Damenschuhe in der Überzahl. Die Preise sind zwei- und dreistellig.

Calypso , Oderberger Str. 61, Prenzlauer Berg, U2 Eberswalder Straße, Mo.–Fr. 14–20, Sbd. 12–20 Uhr, Tel. (030) 281 61 65, www.calypsoshoes.com

Neukölln - Kaffee, Kekse und Klamotten

Kaffee trinken, vegetarisch-vegane Snacks genießen und schön shoppen. Dieses Konzept haben Diana Durdic und Tasha Arana in die Tat umgesetzt. Vom entzückenden kleinen Retro-Café geht es direkt in die Second-Hand-Boutique mit einer schönen Auswahl an nahezu neu aussehenden, teils edlen Stücken, von den 50er-Jahren bis heute. Kleider kosten etwa 30 bis 40 Euro. Donnerstags von 20 Uhr an wird der Café-Shop zum Kino. Der Name entsprang übrigens der Fantasie der Chefinnen und hat nichts mit dem Beatles-Song "Blackbird" zu tun.

Sing Blackbird, Sanderstr. 11, Neukölln, U8 Schönleinstraße, tägl. 11.30–20 Uhr, Tel. (030) 54845051, www.singblackbird.com

Mehr Tipps aus der Reihe "Best of Berlin" finden Sie HIER.

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