Parkeisenbahn
Missbrauchsfälle - FEZ bangt um seinen guten Ruf
Das Freizeit- und Erholungszentrum FEZ an der Wuhlheide betont, dass sich die Fälle von Kindesmissbrauch auf die Mitarbeiter der Parkeisenbahn beschränken. Alle Beteiligten wurden mit Hausverbot belegt und gekündigt.
Das Kinder- und Jugendzentrum FEZ in der Berliner Wuhlheide will nicht mit den Missbrauchsfällen bei der auf seinem Gelände betriebenen Parkeisenbahn in Verbindung gebracht werden. Es wehrt sich gegen den Eindruck, wonach es solche Taten in allen Einrichtungen des Freizeitkomplexes gab. Das treffe nicht zu, betonte eine Sprecherin am Freitag.
Ein früherer Angestellter der Parkeisenbahn war am Dienstag wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Schutzbefohlenen zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich der Angeklagte von Februar 2000 bis Ende 2008 mindestens 47 Mal an sechs Kindern und einem Jugendlichen, die ihm anvertraut waren, vergangen hatte.
Außerdem soll es zwei weitere Anklagen gegen mindestens drei ehemalige Angestellte geben. Alle Beteiligten wurden nach FEZ-Angaben umgehend mit Hausverbot belegt und später gekündigt.
Keine direkte Zusammenarbeit
Eine direkte Zusammenarbeit zwischen der Parkeisenbahn und dem FEZ bestehe nicht, teilte eine FEZ-Sprecherin am Freitag mit. Dennoch habe das Zentrum seit Bekanntwerden der Fälle Ende 2010 in Zusammenarbeit mit einem Verein die Prävention, unter anderem durch Elternberatungen, verstärkt. Bei einem pädophilen Verdacht wie dem Fotografieren kaum bekleideter Kinder werde sofort eingeschritten, die Polizei eingeschaltet und mit Hausverboten reagiert.
Die Mitarbeiter der auf dem Gelände des FEZ angesiedelten Vereine wurden den Angaben zufolge schriftlich aufgefordert, zum Schutze der Kinder und Jugendlichen bei ihren Mitarbeitern und Mitwirkenden ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis zu fordern. Auch von den FEZ-Mitarbeitern lägen diese vor, ebenso von befristet Beschäftigten und Ehrenamtlichen.
Kinderschutzkompetenz sei Standard bei den Verantwortlichen des FEZ, betonte die Sprecherin. Gezielte Aufmerksamkeit, auch und gerade bei der Personalauswahl, sei sichergestellt. Außerdem bestehe seit 2001 eine Zusammenarbeit mit dem "Verein gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen".
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