Fahndungserfolg
Polizei fasst weiteren Autobrandstifter
Der Berliner Polizei ist erneut ein Erfolg bei der Bekämpfung der Autobrandstiftungen gelungen. In Neukölln fassten sie einen 19-Jährigen, als er an einem Mercedes Feuer legte.
Am frühen Donnerstagmorgen konnte in Neukölln ein weiterer mutmaßlicher Täter festgenommen werden. Der 19-Jährige war gegen 3.30 Uhr an der Schierker Straße von einem Passanten beobachtet worden, als er gerade Kunststoffleisten an einem am Straßenrand geparkten Pkw Mercedes in Brand setzte. Während der Zeuge sofort die Polizei rief, wandte sich der sichtlich angetrunkene Zündler einem weiteren in der Nähe abgestellten Fahrzeug zu. Sein letztlich vergeblicher Versuch, die Plane des Kleintransporters in Brand zu setzen, endete jedoch, als die Polizeibeamten eintrafen und ihn festnahmen. Den Beamten gelang es außerdem, das an dem Mercedes entstandene Feuer zu löschen. Durch den Brand wurden die Kofferraumklappe und ein Stoßdämpfer beschädigt.
Ein Kommissariat des Staatsschutzes hat die Ermittlungen übernommen und am Donnerstagmittag mit der Vernehmung des inzwischen wieder nüchternen 19-Jährigen begonnen. Ob der mutmaßliche Brandstifter aus politischen Motiven handelte, blieb zunächst unklar. Unklar ist nach Angaben einer Polizeisprecherin auch noch, ob der Festgenommene für weitere Brandstiftungen als Täter in Betracht kommt. Neukölln gehört zu den Bezirken, in denen in den vergangenen Monaten häufig Autos brannten. Auch über eine Vorführung beim Haftrichter war am Donnerstagabend noch keine Entscheidung gefallen.
Ein weiterer Mercedes ging in der Nacht zu Donnerstag in Weißensee in Flammen auf. Anwohner der Falkenseer Straße bemerkten gegen 23 Uhr den brennenden Pkw und alarmierten Polizei und Feuerwehr. Das Fahrzeug brannte vollständig aus, durch die dabei entstandene Hitze wurden zwei in unmittelbarer Nähe geparkte Pkw der Marken Mercedes und BMW beschädigt. Der oder die Täter konnten entkommen. In diesem Jahr wurden in Berlin bereits 470 Fahrzeuge angezündet und weitere 185 durch übergreifende Flammen in Mitleidenschaft gezogen.
Erst am vergangenen Wochenende konnten die Ermittler des Landeskriminalamtes einen 26-Jährigen aus Moabit festnehmen. Der Hartz-IV-Empfänger hat 67 Brandstiftungen gestanden, die er aus Frust und Sozialneid begangen hatte.
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