Rückzug
Körting hört als Berliner Innensenator auf
Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) gibt sein Amt mit der Bildung einer neuen Landesregierung auf. Es sei "angemessen", mit 69 Jahren aufzuhören, sagte Körting am Donnerstag am Rande der konstituierenden Sitzung des Abgeordnetenhauses.
Nach rund zehn Jahren bekommt Berlin einen neuen Innensenator. Amtsinhaber Ehrhart Körting (SPD) gab am Donnerstag seinen Rückzug bekannt. "So ist das Leben. Ich bin 69 Jahre alt und da will man mit seinem Leben noch etwas anderes machen", sagte Körting vor der ersten Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses. Zu seinen Zukunftsplänen wollte sich der SPD-Politiker nicht äußern. "Ich habe zehneinhalb Jahre das Innenressort geleitet und werde sicherlich nicht unpolitisch werden. Aber es ist angemessen, mit 69 Jahren aufzuhören", sagte der Innensenator.
Das wichtige Ressort wird nun vom künftigen rot-schwarzen Senat neu besetzt. Zu Spekulationen, dass CDU-Fraktions- und Landeschef Frank Henkel das Amt übernehmen könnte, hatte sich der CDU-Politiker bislang nicht geäußert.
Körting war seit 2001 Innensenator im rot-roten Senat in der Hauptstadt. Schon von 1997 bis 1999 war er Justizsenator in der Koalition von CDU und SPD. Als Innensenator genoss er auch bei der Opposition und bei Kollegen aus anderen Bundesländern hohes Ansehen.
Zusammen mit dem früheren Polizeipräsidenten Dieter Glietsch entwickelte er eine Deeskalationsstrategie gegen die wiederkehrenden Krawalle am 1. Mai. Es gelang, die Gewaltspirale zurückzudrehen. Das brachte Körting parteienübergreifenden Respekt ein.
Schon am Donnerstag hatte sich der Senator bei einer Personalversammlung der Innenverwaltung bei seinen Mitarbeitern für die Zusammenarbeit bedankt. Schon länger war bekannt, dass Körting vermutlich nicht noch einmal als Senator antreten will.
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