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13.10.11

Brutaler Überfall

Polizei fasst Schläger vom S-Bahnhof Schöneweide

Nach einem brutalen Überfall am S-Bahnhof Schöneweide, bei dem das Opfer Erik W. mehrere Knochenbrüche im Gesicht erlitt, hat die Polizei jetzt einen Tatverdächtigen festgenommen. Ein zweiter Schläger wird noch gesucht.

© dpa/DPA
Gewaltexzess am Bahnhof Berlin Schöneweide
Auf dem Berliner S-Bahnhof Schöneweide haben unbekannte Täter einen 22-jährigen Mann brutal zusammengeschlagen.

Der gewalttätige Übergriff auf einen 22 Jahre alten Mann im S-Bahnhof Schöneweide vom Sonnabend voriger Woche scheint aufgeklärt. Am Donnerstag ist gegen einen 18-jährigen Deutschrussen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen worden. Der 18-Jährige ist nach den Erkenntnissen der Polizei dringend tatverdächtig, das Opfer bis zur Bewusstlosigkeit geprügelt und mit Fußtritten Knochenbrüche im Gesicht des 22-Jährigen verursacht zu haben. Nach Angaben der Polizei erfolgte die Festnahme des mutmaßlichen Täters nach intensiven Ermittlungen der 7. Mordkommission bereits am Mittwoch.

Auf dem S-Bahnhof Schöneweide war es morgens um 5.30 Uhr zu einem lautstarken Streit zwischen dem 22 Jahre alten Opfer und zwei Männern gekommen, der plötzlich eskalierte. Der Beschuldigte schlug Erik W. zu Boden. Anschließend soll der 18-Jährige dem am Boden liegenden Opfer durch Fußtritte ins Gesicht mehrere Knochenbrüche zugefügt haben. Das Opfer kam schwer verletzt in ein Krankenhaus, Lebensgefahr hatte nicht bestanden. Der mutmaßliche Angreifer und sein Begleiter, der nach vorliegenden Ermittlungsergebnissen als Zeuge und nicht mehr als Tatverdächtiger gilt, suchten danach das Weite. Von dem brutalen Übergriff gibt es keine Videoaufzeichnungen, da auf dem S-Bahnhof Schöneweide keine Überwachungskameras installiert sind.

Die Untersuchungen zum Fall lagen zunächst in den Händen der Bundespolizei, wurden jedoch Anfang dieser Woche von einer Mordkommission übernommen. Am gleichen Wochenende gab es weitere gewalttätige Überfälle und Angriffe in U- und S-Bahnhöfen. Auch in den Monaten zuvor sorgten Überfälle immer wieder für Entsetzen. Erst kürzlich wurde das 23 Jahre alte Opfer einer tödlichen Hetzjagd beerdigt. Giuseppe M. war am 17. September im U-Bahnhof Kaiserdamm angegriffen worden. Auf der Flucht rannte er in ein Auto und kam dabei ums Leben.

Quelle: pol
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