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Tipps für vegetarische und vegane Küche in Berlin
Wenn die Beilage zum Hauptgang wird: Vegetarische und vegane Küche überzeugt durch ihre Ideenvielfalt. Morgenpost Online mit einer Auswahl vom legeren Imbiss bis zum exklusiven Sternerestaurant in Berlin.
Prenzlauer Berg - Gemüse statt Fleischersatz
Auf die Idee eines vegetarischen Imbisses kamen Jana Banse und Mandy Urner zur Jahrtausendwende in New York. Vor neun Jahren setzten sie den Plan in die Tat um. „Dann wurden wir Veganer, unser Deli ebenfalls vegan“, erzählt Jana Banse. Gekocht wird weniger mit Fleischersatzprodukten, vielmehr wird die Vielfalt der Gemüseküche ausgeschöpft. Schmorgurken, Curry und Lasagne mit Buschbohnen steht derzeit mit auf der täglich wechselnden Karte, demnächst beginnt die Kürbis-Zeit. Ein süßer Klassiker ist der Zupfkuchen und noch gibt es den hausgemachten Eistee mit frischer Minze.
Maja's Deli, Pappelallee 11, Prenzlauer Berg, U2 Eberswalder Str., Di.–Fr. 12–20, Sbd. 12–18 Uhr, Tel. (030) 48 49 48 51, www.majas-deli.de
Wedding - Schlichtes Dekor und indische Vielfalt
Tamilisch-südindisch steht auf der Speisekarte, und das bedeutet rote Linsensuppe, Rahmkäse, Tikka, Tandoori und Curries. Das kleine Naveena Path, schlicht eingerichtet mit südasiatischem Dekor, zwar kein reiner Vegetarier, auch Huhn-, Fisch- und Lammgerichte werden angeboten, doch liegt der Fokus auf einer fleischlosen, veganen Küche. Und wird weiter ausgebaut. Es soll eine neue Speisekarte geben, die Gemüse & Co. den Vorzug gibt.
Naveena Path, Tegeler Str. 22, Wedding, U9 Amrumer Straße, tägl. 11.30–23 Uhr, Tel. (030) 24371238
Charlottenburg - Vegane Gourmet-Kreativküche
Wieder einmal ist das erste vegane Gourmetrestaurant umgezogen, seit Mai residiert es mitten in der City im grünen Hof hinter Promi-Friseur Udo Walz. Mit der neuen Frau am Herd, Ariana Goldschneider, ist die nun fast nur auf Bio-Produkten basierende Küche- auch Weine, Champagner und Spirituosen sind Bio - noch einmal gesteigert worden. Die Köchin aus San Francisco kreiert Neues, das wie gemalt auf den Teller kommt wie Spargel-Pannacotta mit Haselnuss und cremiger Senfsauce. Der Ruf des Restaurants zieht inzwischen Gäste aus der ganzen Welt an.
La Mano Verde , Kempinski Plaza, Charlottenburg, U1 Uhlandstraße, Uhlandstr. 181–188, U Uhlandstr. Di.–Sa. 17–23 Uhr, Küche bis 22 Uhr, Tel. (030) 82703120, www.lamanoverdeberlin.com
Charlottenburg - Fisch und Vollwertkost
Mit Gründung des Vereins für Makrobiotik eröffnete Ende der 80er-Jahre auch das Natural'Mente. „Anfangs ging es um Lebensmittel und Gerichte für Menschen mit Krankheiten und Allergien“, erinnert sich Geschäftsführer Arthur Schmid. Heute wird vegane Vollwertkost geboten, 99 Prozent sind Bio-Produkte, Dazu kommen zwei Fischtage: Mittwochs und freitags werden vornehmlich geangelte und Fische aus Bio-Aufzucht aus kälteren Gewässern, wie letzte Woche der Alaska-Lachs, angeboten. Die Süßspeisen sind zuckerfrei, gesüßt wird mit Weizen-, Reis- oder Agavensirup.
Natural'Mente , Schustehrusstraße 26, Charlottenburg, U7 Richard-Wagner-Platz, Mo.–Fr. 12–15.30 Uhr, Tel. (030) 3414166, www.naturalmente.de
Kreuzberg - Currywurst und Burger ganz ohne Fleisch
Der Cheeseburger ist das kulinarische Markenzeichen im ersten Bio-Fastfood-Restaurant Deutschlands. Seit 2004 gibt es den farbenfrohen Laden im Hochparterre mit seiner vegetarischen wie veganen Küche. Mit rund 20 verschiedenen Varianten dominieren Burger die Karte, auf der auch fleischfreies Gyros und Seitan-Currywurst zu finden ist. Ein Muss dazu sind die Pommes aus Demeter-Kartoffeln – rund 100 bis 120 Kilo werden pro Tag verarbeitet. Frittiert werden sie in Bio-Fett, mit dem Betreiber Björn Kruse anschließen sein Auto betankt.
Yellow Sunshine, Wiener Str. 19, Kreuzberg, U1 Görlitzer Bahnhof, So.–Do. 12–24 (Winter bis 23 Uhr), Fr.+Sbd. 12–1 Uhr, Tel. (030) 69598720, www.yellow-sunshine.com
Friedrichshain - Bockwurst geht auch mit Tofu
Gestartet mit einer vegetarischen Küche, gehört das Yoyo Foodworld inzwischen zu den rein veganen Speisestuben. Die Standardkarte offeriert Burger, Kebabs, Wraps, Pizza. Und deutsche Klassiker à la Bock- und Currywurst, als Fleischersatz wird mit Tofu und Seitan gearbeitet. Am größten mit rund 30 Varianten ist die Burger-Auswahl – wahlweise solo, mit Pommes frites oder Pommes und Salat zu bestellen. Gefolgt von einem Kuhmilch-freien Milkshake entsteht so eine komplette Mahlzeit.
Yoyo Foodworld, Gärtnerstr. 27, Friedrichshain, U5 Samariterstraße, tägl. 12-24 Uhr, Tel. (030) 49787384, www.yoyofoodworld.de
Dahlem - Die erste vegetarisch-vegane Mensa
Damit der gesunde Geist in einem gesunden Körper wohnen kann, muss letzterer gut ernährt werden. Das hat sich auch das Studentenwerk Berlin gedacht, als es Anfang letzten Jahres die erste „grüne“ Mensa eröffnete. Hier gibt es nur vegane und vegetarische Gerichte. Es wird saisonal gekocht, jeden Tag werden Eintöpfe, Suppen, Salate, Biogerichte und Desserts angeboten, Sandwiches und Kuchen gibt es in der integrierten Coffeebar. Die Gerichte haben drei Preise, für Studenten, Uni-Mitarbeiter und externe Gäste – bezahlt wird bargeldlos mit der an der Kasse erhältlichen MensaCard.
Veggie N° 1, Van't-Hoff-Str. 6, Dahlem, U3 Thielplatz Mo.–Fr. 10–16 Uhr, Mittagessen 11–14.30 Uhr, Tel. (030) 939397505, www.studentenwerk-berlin.de
Lichterfelde - Von Lasagnebis Käsekuchen
Hundert Prozent Bio, das war von Anfang an das Konzept. Vor sieben Jahren eröffnete Thomas Phieler sein vegetarisch-veganes Café. Seit 2008 gibt es eine eigene Küche, in der Ehefrau Madja Lieb kocht und bäckt mit Demeter- und kba-Biosiegel-Produkten: Gemüsepizza, Lasagne, Ratatouille-Tarte, Käsekuchen. Vegan sind süße Verführungen wie die Pina-Colada-Torte und der Birnen-Walnuss-Blechkuchen. Zum Kaffee gibt es frische Bio-Milch. Teefans finden hier neben Kräuter-, Grün- und Schwarztee auch Ungewöhnlicheres wie ayurvedischen Hildegard-von-Bingen-Tee.
Café Rosenduft, Jungfernstieg 4b, Lichterfelde, S25 Lichterfelde Ost, So., Di.–Do. 10–20, Mo. 12–20, Fr. 10–21, Sbd. 9–21 Uhr, Tel. (030) 77006703, www.cafe-rosenduft.de
Mitte - Avantgardistisch und kosmopolitisch
Längst ist das Szene-Restaurant, versteckt auf dem Hinterhof zwischen dem Hotel Westin Grand und der Komischen Oper, kein Geheimtipp mehr. In der offenen Küche im trendigen Beton-Loft-Ambiente wirbelt Küchenchef Stefan Hentschel für ein kosmopolitisches Publikum, das auch ohne Fleisch glücklich wird. Das liegt an Gerichten wie dem in Rote Bete-Saft pochierten Ei mit Chutney und Spinatcreme oder Couscous mit Paprika-Kartoffel-Confit, Popcorn, grünen Bohnen und Harissaschaum.
Cookies Cream, Mitte, Behrenstr. 55, U6 Französische Straße, Di.–Sbd. ab 19 Uhr, Tel. (030) 27 49 29 40, www.cookiescream.com
Sterneküche - Siebengängiges Gemüsemenü im Margeaux
Koch und Gärtner nennt sich Michael Hoffmann (Foto) und so verwundert es nicht, dass viele Produkte in seinem Restaurant Margaux aus dem eigenen Garten kommen. Zwar stehen bei dem Sternekoch auch Fisch und Fleisch auf der Karte, für Vegetarier aber ist Hoffmanns siebengängiges Gemüsemenü (125 Euro) der kulinarische Olymp. Den erklimmt man mit Gerichten wie „Bohnen & Birne“: eingelegte Birne mit Gewürzen und Minze, eine leichte Kartoffelcreme mit Bohnenkraut, sautierte Bohnen mit getrockneter Dillsaat und Himbeeren.
Margaux, Unter den Linden 78, Mitte, S1, 2, 25 Brandenburger Tor, Di.–Sbd. 19–22.30 Uhr (Küche), Tel. (030) 22652611, www.margaux-berlin.de
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