Wetterbilanz
Berlin hatte den besten Sommer Deutschlands
Man kann sagen, dass die Hauptstadtregion noch Glück hatte mit dem Wetter. Im bundesweiten Vergleich waren Berlin und Brandenburg die wärmsten Regionen im Sommer 2011.
Dunkle Wolken über Feldern bei Löbejün (Sachsen-Anhalt). Heftige Unwetter haben in großen Teilen Deutschlands für Dauereinsätze von Polizei und Feuerwehr gesorgt.
Viel Regen und dicke Wolken haben in diesem Jahr für einen unterdurchschnittlichen Sommer gesorgt. Zwischen Juni und Ende August fielen durchschnittlich 304 Liter Regen pro Quadratmeter, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag in Offenbach mitteilte. Das waren 27 Prozent mehr Regen als im langfristigen Mittel. Die Sonne zeigte sich mit insgesamt 548 Stunden 56 Stunden weniger als sonst. Einziges Trostpflaster: Die Temperatur lag mit 16,8 Grad Celsius um 0,5 Grad höher als im Schnitt.
Berlin und Brandenburg haben im bundesweiten Vergleich dieses Jahr den wärmsten Sommer erlebt. Die Bundeshauptstadt verzeichnete mit durchschnittlich 18,4 Grad Celsius unter allen Bundesländern die höchsten Temperaturen, wie der Deutsche Wetterdienst in einer Bilanz am Montag mitteilte. Brandenburg erreichte mit 17,9 Grad Celsius den zweiten Platz.
Außerdem zählte Berlin mit 349 Liter Regen pro Quadratmeter zu den nassen Gebieten Deutschlands und mit 605 Stunden zu den eher sonnigen Regionen. Für Brandenburg stehen 321 Liter Niederschläge je Quadratmeter und 606 Sonnenstunden zu Buche.
Bei der vorläufigen Sommerbilanz stützt sich der DWD auf die Auswertungen von rund 2.000 Messstationen. Schönwetterphasen beschränkten sich in diesem Sommer meistens nur auf wenige Tage. Die teils sintflutartigen Regenfälle sind auf die Tiefdruckgebiete zurückzuführen.
In Rostock brachte Tief „Otto“ allein an einem Tag 111,4 Liter pro Quadratmeter Regen. Dort wurde im Sommer bereits das gesamte Jahressoll an Regen erfüllt. Besonderen Schaden nahmen die Kreidefelsen auf Rügen. Wegen der großen Feuchtigkeit stürzten mehrmals Abbrüche in die Ostsee.
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