Funkausstellung
Mit diesen Trends wartet die Ifa 2011 auf
Schöner, größer, flacher – auch in diesem Jahr werden neue Fernseher zu den Stars der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin gehören. Dabei setzt sich der Trend zu vernetzten Geräten immer mehr durch.
Zu den wichtigsten Trends der Ifa (2. bis 8. September 2011) gehören die fortschreitende Verschmelzung von Fernsehen und Internet, Displays in hoher Auflösung (HD), neue Tablet-Computer und besonders energiesparende Haushaltsgeräte.
Die Produktpalette auf der Elektronikmesse Ifa weitet sich noch immer aus. Klarer Schwerpunkt bleiben allerdings nach wie vor die Rundfunkgeräte: Fernseher und Radios. Nachdem das hochauflösende HD-TV sich inzwischen als Standard für neue Geräte durchgesetzt hat, spielt nun zum einen die dreidimensionale Darstellung (3D) eine starke Rolle – und der vernetzte Fernseher, sogenanntes Hybrid-TV.
In Hybrid-Fernsehern steckt ein kleiner Computer, der sich per Kabel oder Funk (WLAN) mit dem Internet verbindet. Zuschauer können so die Mediatheken der Sender abrufen und Nachrichtensendungen, Magazine und zunehmend auch Serien und Spielfilme dann ansehen, wenn es ihnen gerade passt. Diese sogenannte zeitsouveräne Nutzung schließt bei Bedarf auch das Buchen von Filmen mit ein, ähnlich einer Videothek.
Videokonferenz vom Sofa aus
Gleich mehrere Hersteller bieten in diesem Jahr üppig ausgestattete Hybrid-Fernseher an. So sind in neueste Modelle des japanischen Herstellers Sony Kameras eingebaut, die Videotelefonate über das Internet ermöglichen – von Sofa zu Sofa. Andere Geräte lassen sich mit sogenannten Apps erweitern, Miniprogrammen also, die Geräte etwa mit sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter verbinden.
Ein weiterer Trend ist DAB+, der neue Hörfunkstandard. Vor allem die ARD, aber auch Gerätehersteller präsentieren Radios, die quasi HD für den Hörfunk bieten: Versprochen wird hier ebenfalls eine hohe Auflösung, bloß nicht für das Bild, sondern für einen glasklaren Ton.
Innovationen auch bei der „weißen Ware“
Anfangs wurde die Ifa noch dafür belächelt, neben Rundfunkgeräten auch die sogenannte weiße Ware mit in ihr Programm aufgenommen zu haben. Sie ist inzwischen allerdings längst nicht mehr von der Messe wegzudenken. Wie schon in den Vorjahren, so setzen auch in diesem Jahr die Hersteller wieder auf „Energieeffizienz“, um umweltbewusste Käufer von ihren Kühlschränken und sonstigen Geräten zu überzeugen.
Miele stellt sich in diesem Jahr beispielsweise ganz besonders als Saubermann zur Schau. Doch zunächst wird lediglich eine Studie zu dem präsentiert, was einer grünen Revolution gleichen könnte, so denn die Praxis folgt: per Sonnenenergie betriebene Wäschetrockner.
Waschen, wenn der Strom billig ist
Andernorts wird die Besucher aber auch eine Neuerung begegnen, die bereits Realität ist: sogenannte Smart Grids, intelligente Netze. Darüber sollen Stromanbieter und Haushaltsgeräte künftig miteinander kommunizieren. Der Vorteil: Ein Stromanbieter kann beispielsweise einer Waschmaschine sagen, wann sein Netz nur mäßig genutzt und der Strom günstiger ist. Erste Strombetreiber bieten dies bereits an.
Die Ifa-Leitung wiederum hat bereits ein nächstes Feld entdeckt. Am Donnerstag gab sie bekannt, künftig auch auf Hörgeräte setzen zu wollen. Denn auch darin stecke vor allem eines: pure Elektronik.
Die Messe platzt 2011 aus allen Nähten und feiert neue Rekorde. Aussteller könnten derzeit nur noch in Zelten und temporären Bauten untergebracht werden, teilte die Messe Berlin mit. Die Ausstellungsfläche verzeichnet mit 140.200 Quadratmetern einen neuen Höchststand. Vergangenes Jahr waren noch 134.000 Quadratmeter rund um den Funkturm genutzt. Es zeichne sich bereits ab, dass auch das Rekordergebnis der Ifa 2010 noch übertroffen werde.
Der Markt für Unterhaltungselektronik hat sich im ersten Halbjahr 2011 eher verhalten entwickelt, der Absatz von Flachbildfernsehern ging zurück. Die Branche steht zudem wegen eines starken Preiskampfs unter Druck. Die Ifa werde der gesamten Branche einen deutlich positiven Impuls geben, sagte Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsrat der gfu und Vizepräsident des ZVEI.
Die wichtigsten Besucher-Informationen
Dauer: 2. bis 7. September 2011
Öffnungszeiten: 10 bis 18 Uhr
Ort: Messegelände Berlin
Eintrittspreise: für Privatbesucher: Vorverkauf bis einen Tag vor Beginn: Tageskarte 11 Euro Tageskasse: Tageskarte 15 Euro; ermäßigt 11 Euro. Schülerticket 6 Euro, Schulklassenticket 35 Euro; Familienticket (2 Erwachsene, 3 Kinder) 31 Euro.
Verkehrsverbindungen:
Bus: X34, X49, 104, 139, 149, 218 bis Haltestelle Messedamm/ZOB/ICC S-Bahn: Messe Süd – S3, S9, S75. Messe/Nord/ICC – S41, S42, S46. Westkreuz – S3, S5, S7, S41, S42, S46, S75 U-Bahn: U2 in Richtung Ruhleben, bis U-Bahnhof Kaiserdamm;
Auto: Das Leitsystem „Messegelände“ an den A10-Abzweigen „Nuthetal“, „Oranienburg“, „Schönefelder Kreuz“ und „Pankow“ führt direkt auf die Stadtautobahnen A111, A115 (Avus) und A100 zum AB-Dreieck „Funkturm“, Ausfahrt „Messegelände“.
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
-
13:07Drogeriemarkt: Emirat Katar steigt als Bieter bei Schlecker aus
-
12:59Finanzkrise: Euro stürzt auf tiefsten Stand seit fast zwei...
-
12:57Sozialgericht: Hartz-IV-Empfänger muss Münzsammlung verkaufen
- 1. Umweltminister Norbert Röttgens bitterer Abgang von der großen Bühne
- 2. Schweden Taufe - Prinzessin Estelle quietscht vor Vergnügen
- 3. Börsenkurs Talfahrt der Facebook-Aktie nimmt kein Ende
- 4. Ankündigung Hertha BSC wird Urteil des DFB-Bundesgerichts akzeptieren
- 5. Militärtechnik Pferdeähnlicher Roboter soll Soldaten unterstützen














