19.08.11

100 Kilo Kokain

Polizei findet größte Drogenmenge seit 1978

Polizei und Zoll haben einen Schlag gegen den organisierten Drogenhandel geführt und mehrere Personen in Berlin festgenommen. Sie sollen 100 Kilogramm Kokain nach Deutschland gebracht haben.

Foto: dpa/DPA
Größter Rauschgiftfund seit 1978 in Berlin
Polizisten mit Masken und schusssicheren Westen stapeln die gefundenen Drogenpakete

Nach monatelangen Ermittlungen haben Polizei und Zoll eine Bande von Drogenhändlern zerschlagen. Mehrere Personen wurden in Berlin festgenommen.

Dabei handelt es sich um die größte Rauschgiftmenge seit mehr als 30 Jahren. "Seit Gründung der gemeinsamen Berliner Ermittlungsgruppe von Zoll und Polizei 1978 wurde noch nie ein so großer Fund sichergestellt", sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Nach Informationen von Morgenpost Online könnte es sich um den größten Schlag gegen den organisierten Drogenhandel in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland handeln. 100 Kilogramm Kokain waren von einer organisierten Bande auf dem Schiffsweg von Panama nach Bremerhaven gebracht worden. Sie sollten offenbar nach Berlin weiter transportiert werden. Die Behörden gehen aber davon aus, dass die von Berlin aus gesteuerte Dealer-Organisation in drei Ladungen insgesamt 650 Kilogramm Kokain nach Deutschland bringen wollte.

In der Hauptstadt wurden im Stadtteil Charlottenburg zeitgleich mit der Sicherstellung in Bremerhaven Wohnungen durchsucht und zwei mutmaßliche Drahtzieher der türkischen Dealer-Bande festgenommen. Wie Morgenpost Online aus Sicherheitskreisen weiter erfuhr, stehen zwei weitere Türken in dem dringenden Verdacht, das riesige Drogengeschäft finanziert zu haben. Bei den Männern soll es sich um einen bekannten Boxer und um den Chef einer Molkerei-Kette handeln.

Es gab insgesamt 24 Durchsuchungen, sechs Festnahmen (jeweils drei in Berlin und in Bremerhaven). Das Kokain wurde in drei Sporttaschen in einem Container auf einem venezolanischen Frachter. Die Drogen sollen nach Polizeiangaben einen Reinheitsgrad von 80 Prozent gehabt haben.

Auf die Spur der Drogenhändler kam man unter anderem durch die Überwachung von Autos und Wohnungen.

Quelle: mb
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