Gedenkstätte
Mauerreste an Bernauer Straße solide genug
Wissenschaftler von der BTU Cottbus haben die Mauerteile an der Gedenkstätte Bernauer Straße auf ihre Belastbarkeit überprüft. Das erstaunliche Ergebnis: Die Mauer hält. Dank des Zustands werden die geplanten Maßnahmen zur Konservierung des Denkmals günstiger als erwartet.
Die Reste der Berliner Mauer an der Bernauer Straße sind stabiler als bisher angenommen. Das ist das Ergebnis eines Belastungstests, den die Stiftung Berliner Mauer im vergangenen Herbst von der BTU Cottbus vornehmen ließ. Dafür unterzogen die Cottbuser ein baugleiches Mauerstück einem Belastungstest. Das Ergebnis: Die Mauer hält. „Die Tests haben ergeben, dass die Mauer in sich sehr stabil ist. Gefahr geht eher von einem Umfallen aus“, sagte Axel Klausmann, der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, am Montag in Berlin. Im Labortest kippte die Mauer erst bei einer Windstärke von 189 Stundenkilometern um.
„Solche extremen Geschwindigkeiten erwarten wir für Berlin eigentlich nicht“, sagte Klausmann. Trotzdem soll das Denkmal nun gegen das Kipp-Risiko mit einer in den Boden eingelassenen Metallschiene gesichert werden.
Dank des Zustands der Mauer werden die geplanten Maßnahmen zur Konservierung des Denkmals günstiger als erwartet. „Wir können, dank der neuen Erkenntnisse, unauffällige und kostengünstige Maßnahmen durchführen“, sagte Klausmann. Er bezifferte die Gesamtkosten für die Konservierung auf rund 240 000 Euro. Die Arbeiten sollen bis zum 13. August, dem 50. Jahrestag des Mauerbaus, abgeschlossen sein. # dpa-Notizblock
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