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16.07.11

Stärkung der Hauptstadt

Bayer macht Berlin zum Standort für Krebsforschung

Die Absage des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer an das neue Bauprojekt in Wedding ist eine herbe Enttäuschung für die Hauptstadt. Jetzt kündigt der Konzert allerdings an, Berlin zum alleinigen Standort für die Krebsforschung zu machen.

© Barkow Leibinger
Barkow Leibinger BSP SMP Model
Modell des Pharma Campus von Bayer: Ob die Pläne für das alte Schering-Gelände jemals umgesetzt werden, ist völlig offen.

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer macht Berlin zum alleinigen Standort für die Krebsforschung. "Wir wollen die Onkologieforschung in Berlin konsolidieren", sagte die Sprecherin des in der Hauptstadt ansässigen Tochterunternehmens Bayer Health Care Pharmaceuticals, Annette Wiedenbach, dem Berliner "Tagesspiegel" (Samstagausgabe). Alle Forschungen in diesem Bereich "werden aus Berlin kommen", ein Teil davon sei schon immer dort ansässig gewesen. Wie viele Arbeitsplätze zusätzlich in der Stadt geschaffen werden, konnte die Sprecherin noch nicht sagen.

Durch den Beschluss werde Berlin als Bayer-Standort "von den Funktionen her gestärkt", sagte der Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Günter Stock, dem "Tagesspiegel". Dies relativiere die Bedeutung des vorläufigen Planungsstopps für einen "Pharma-Campus" auf dem alten Schering-Gelände in Wedding, den Bayer Health Care Pharmaceuticals wegen der hohen Kosten verkündet hatte. Aus Sicht des Akademiepräsidenten ist dieses Projekt "nur aufgeschoben, aber nicht aufgehoben".

Quelle: dpad/nbo
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