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27.06.11

Wahl-Slogan

SPD geht mit "Berlin verstehen" auf Wählerfang

Die SPD will sich im Hauptstadt-Wahlkampf als einzige echte Berlin-Partei präsentieren. Ihr Motto lautet daher „Berlin verstehen" und zielt auf ein Wir-Gefühl in der Stadt. Die Grünen hatten es bereits im Herbst mit "Berlin müsse eine Stadt für alle sein" versucht.

© dapd/DAPD
Berliner SPD stellt erster Eckpunkte des Wahprogramms vor
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit stellt erster Eckpunkte des SPD-Wahprogramms vor

Die SPD will sich im Hauptstadt-Wahlkampf als einzige echte Berlin-Partei präsentieren. Der übergeordnete Slogan der Sozialdemokraten für die Wahlkampfwochen bis zum 18. September lautet: „Berlin verstehen.“ Der Regierende Bürgermeister und SPD-Spitzenkandidat Klaus Wowereit sagte am Montag bei der Vorstellung erster Wahlplakate: „Man muss ein Gefühl dafür haben, wie Berlin tickt.“ Der Landesvorsitzende Michael Müller meinte: „Wir wollen selbstbewusst klarmachen: Es reicht nicht, die Stadt zu kennen. Wer hier regieren will, muss die Stadt auch verstehen.“

Wowereit und Müller stellten sieben Plakatmotive vor, die laut SPD zunächst Widersprüchliches als typisch für Berlin darstellen sollen. Auf hellblauem, lila- oder türkisfarbenem Grund heißt es: „Hertha und Union“, „Kotti und Ku'damm“ oder „Kreuzberg und Touristen“. Dazu kommen themenbezogene Aussagen wie „Kinder und Beruf“, „Bildung und gebührenfrei“, „Mieter und Schutz“ sowie „Wachstum und Zusammenhalt“. Für ihren Spitzenkandidaten wirbt die SPD mit einem schwarz-weiß-Foto.

„Berlin besteht aus unterschiedlichen Lebensentwürfen“, sagte Wowereit zur Erläuterung. Gleichzeitig betonte er, ein zentrales Thema im Wahlkampf solle die Wirtschaft sein. Müller fügte hinzu, man wolle Erfolge wie den Bau des Flughafens, die Gesundheitswirtschaft, die Ansiedlung von Biotech-Unternehemen und auch die Arbeitsplätze in Handel und Handwerk herausstellen.

An diesem Samstag (14.00 Uhr) will die SPD mit einem großen Sommerfest auf dem Wittenbergplatz in den Wahlkampf starten. Einer der Hauptredner ist der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel. Die heiße Wahlkampfphase beginnt am 1. August. Von diesem Termin an dürfen die Parteien ihre kleinen und großen Plakate aufstellen. 1,7 Millionen Euro will die SPD laut Müller für den Wahlkampf ausgeben.

Quelle: dpa/nbo
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