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14.06.11

Nach Insolvenz

Düsseldorfer übernimmt Berliner Admiralspalast

Im Jahr 2010 war für den Berliner Admiralspalast Insolvenz angemeldet worden. Nun hat das Haus an der Friedrichstraße einen neuen Betreiber: Maik Klokow - ein Mann mit Showerfahrung.

© picture alliance / dpa/dpa
Pressekonferenz Cats
Der Düsseldorfer Produzent Maik Klokow

Der Berliner Admiralspalast an der Friedrichstraße in Mitte hat einen neuen Betreiber: Der Düsseldorfer Produzent Maik Klokow (Mehr!Entertainment) übernimmt laut Mitteilung von diesem Mittwoch an das traditionsreiche Theater. Für die Firmengruppe, zu der auch das Bochumer Musical „Starlight Express“, der Kölner Musical Dome und das Cats-Zelt gehören, ist es das sechste Theater in Deutschland. „Theater ist unser Kerngeschäft“, sagte Klokow am Dienstag. Diese Erfahrungen würde ihn – im Gegensatz zu seinen Vorgängern – für die Betreiberschaft des Palastes qualifizieren, sagte er.

Für die Berliner Bühne endet damit eine Übergangsphase, nachdem Betreiber Falk Walter 2010 Insolvenz angemeldet hatte. Derzeitiger Verwalter des Hauses ist laut Internet-Impressum die Admiralspalast Betriebsgesellschaft mbH unter Leitung von Joachim Barth und Marcus Flügge. Die Eigentümergesellschaft heißt Admiralspalast Berlin GmbH & Co KG mit Barth als Geschäftsführer, teilte eine Sprecherin des Palastes mit.

Im Admiralspalast sollen auch künftig Shows, Musicals, Konzerte und andere Events auf dem Programm stehen. „Es gibt im Moment keinen Änderungsbedarf, weil es gut gebucht ist“, erklärte Klokow. Mit der Eigentümergesellschaft sei ein Mietvertrag über fünf Jahre mit zwei Verlängerungsoptionen für je fünf weitere Jahre abgeschlossen worden. Klokow sagte, so gut wie alle geplanten Produktionen würden regulär stattfinden. Er gehe davon aus, dass eine eigene Produktion Ende 2012 im Haus zu sehen ist. Dabei werde es sich um ein Musical handeln.

„Durch den großen Erfolg des Berliner Gastspiels von Cats hat sich unsere Meinung gefestigt, dass ein langfristiges Engagement in Berlin sinnvoll ist, und deswegen möchten wir uns in dieser interessanten Kulturlandschaft mit einem Theater fest etablieren“, teilte Klokow weiter mit.

Der Admiralspalast war in den 20er Jahren ein Amüsiertempel, zu DDR-Zeiten saß dort das Metropol-Theater. Seit der Wiedereröffnung 2006 mit Brechts „Dreigroschenoper“ unter der Regie von Klaus Maria Brandauer zählt die Bühne zu den bekanntesten Berliner Adressen für Konzerte, Kabarett und Lesungen.

Quelle: dpa/dapd/sei
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