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01.06.11

Prozess

Mann mit Axt angegriffen – Verdächtiger schweigt

Ein 33-Jähriger, der im vergangenen Jahr einen Lokalgast in Friedrichshain mit Axt und Fleischerbeil angegriffen haben soll, verweigerte am ersten Prozesstag die Aussage. Dem Mann werden weitere brutale Taten vorgeworfen.

© dapd/DAPD
Auftakt im Prozess gegen einen 48-Jaehrigen wegen versuchten Mordes an seinem Nachbarn mit einer Axt

Ein 33-Jähriger, der einen Lokalgast mit Axt und Fleischerbeil angegriffen haben soll, hat am Mittwoch vor dem Berliner Landgericht die Aussage verweigert. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann versuchten Totschlag und eine Serie weiterer Straftaten zwischen Juli und November 2010 vor. Bei dem Angriff vom 2. Juli des vergangenen Jahres in Berlin-Friedrichshain erlitt das Opfer eine Beckenverletzung sowie Schnittwunden an Ellenbogen, Schulter und Zehen.

Der Angeklagte soll darüber hinaus mehrere Personen geschlagen oder getreten und ihnen den Tod angedroht haben. Auf einen Hausmeister seiner im Stadtteil Wedding gelegenen Wohnung sei der mutmaßliche Randalierer mit einem Schraubendreher losgegangen, weil der Mann sich wegen zu lauter Musik beschwerte. Vor einer Discothek in Berlin-Charlottenburg soll er einem Mann eine Flasche auf dem Kopf zertrümmert haben. Das Opfer soll nach einem Faustschlag zu Boden gegangen und getreten worden sein.

Das Gericht hat einen Gutachter zur Frage der Schuldfähigkeit bestellt. Der 33-Jährige soll sich bei einem seiner Angriffe fast ganz entkleidet und mit Öl eingerieben haben. Am 21. August soll der Mann nackt und grölend durch die Straßen gelaufen sein. Mit Tennisschlägern soll er auf Autos eingeschlagen haben. Im Oktober soll er mit seinem Fahrrad auf ein Auto aufgefahren sein. Bis die Polizei kam, soll er einen Joint geraucht und eine Flasche Kräuterlikör zur Hälfte ausgetrunken haben.

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