Großfeuer
Arbeiter bei Dachstuhlbrand in Neukölln verletzt
In Berlin-Neukölln ist der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses in Brand geraten. Das Feuer sprang auf ein Nachbargebäude über, ein Mann wurde verletzt. Auch in anderen Berliner Kiezen brachen Feuer aus.
Bei einem Brand eines Dachstuhls in Berlin-Neukölln ist am Montag ein Bauarbeiter verletzt worden. Das Feuer zerstörte die Räume einer Videothek an der Rudower Straße komplett und sprang auch auf ein angrenzendes vierstöckiges Haus über, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Es entstand eine große und weithin sichtbare Rauchwolke, die in östlicher Richtung wegzog. Erst nach rund drei Stunden konnte ein Großteil der Brandherde gelöscht werden. Es brannte aber noch auf dem Dach des Nachbarhauses. Der Sprecher rechnete damit, dass der Einsatz erst am Abend beendet sei.
Das Feuer war gegen 12 Uhr bei Dachdeckerarbeiten auf einem eingeschossigen Haus in einem Innenhof an der Rudower Straße entstanden. Dabei wurden Teerplatten erhitzt. Der Dachdecker habe noch versucht, die Flammen selbst zu löschen, verletzte sich dabei an der Hand und erlitt eine Rauchgasvergiftung. Der 48-Jährige musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Weitere Menschen waren nicht in Gefahr. Sie konnten die beiden Gebäude rechtzeitig verlassen.
Insgesamt waren acht Feuerwehrstaffel und rund 100 Einsatzkräfte vor Ort. In dem Nachbarhaus ist neben einer Gaststätte auch ein Fitnessstudio untergebracht. Das Feuer war durch die Hitze auf alle vier Stockwerke übergesprungen. Andere Gebäude waren aber laut Feuerwehr nicht bedroht. Zum entstandenen Schaden konnte der Sprecher noch keine Angaben machen. „Er ist aber immens“, fügte er hinzu.
Fast zeitgleich war die Feuerwehr am Mittag zu einem Einsatz an die Seestraße nach Wedding gerufen worden. In einem Mehrfamilienhaus brannten zwei Kellerverschläge. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei waren sie vorsätzlich in Brand gesteckt worden. Der Haustechniker bemerkte das Feuer, alarmierte die Feuerwehr und versuchte anschließend selbst die Flammen zu löschen. Durch die enorme Rauchentwicklung zog sich der 42-Jährige eine Rauchgasvergiftung zu und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Gegen 14 Uhr war der Brand gelöscht, etwa 50 Feuerwehrmänner waren im Einsatz.
Auch in Neukölln und Hellersdorf waren offenbar wieder Brandstifter unterwegs. An der Oelsnitzer Straße zündeten Unbekannte einen Kinderwagen in einem Treppenhauses eines Mehrfamilienhauses an. Ein Mieter bemerkte gegen 2 Uhr die starke Rauchentwicklung und rief die Feuerwehr. Vier Anwohner wurden leicht verletzt und kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser.
In Neukölln brannten am Sonntagabend Müllreste in einem Fahrstuhl. Dabei kam es in dem Treppenhaus des sechsgeschossigen Haus an der Herrmannstraße zu einer enormen Rauchentwicklung, verletzt wurde niemand.
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