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14.05.11

Randale am Mehringdamm

Neonazi-Aufmarsch in Kreuzberg gestoppt

Mehr als 100 Neonazis wollten bis zum Abend durch Berlin marschieren. Doch die Polizei stoppte den Aufmarsch bereits am Mittag – nachdem es zu Randalen am U-Bahnhof Mehringdamm gekommen ist. Die Neonazis sind nun in der Stadt unterwegs. Und auch linke Gegendemonstranten hat die Polizei weiter im Auge.

© dpa/DPA
Rechte Kundgebung in Berlin und Gegendemo
Eine geplante Demonstration Rechtsextremer ist in Berlin-Kreuzberg nach kurzer Zeit beendet worden

Rund 110 Rechtsradikale sind am Sonnabend mit dem Versuch gescheitert, durch Berlin-Kreuzberg zu marschieren. Die Route des unter dem Motto „Wahrheit macht frei" angemeldeten Aufmarschs war bis zuletzt geheim gehalten worden.

Als die Neonazis gegen Mittag “ am U-Bahnhof Mehringdamm aufmarschieren wollten, kam es zu Rangeleien mit rund 350 Gegendemonstranten. Auf beiden Seiten wurden Böller gezündet und Flaschen geworfen. Insgesamt sieben Polizisten wurden bei den Randalen am Mehringdamm verletzt.

Die Polizei löste den Neonazi-Aufzug, der ursprünglich bis zum Abend dauern sollte, schließlich gegen 13 Uhr auf. Der Mehringdamm wurde in Fahrtrichtung Süden wieder für Verkehr freigegeben. Etwa 400 Beamte seien im Einsatz gewesen, teilte die Polizei mit. Zahlen über mögliche Festnahmen und weitere Verletzte lagen zunächst noch nicht vor.

Auch nach dem offiziellen Ende des Aufmarschs gingen Randale weiter. So rissen mehrere Personen am U-Bahnhof Hallesches Tor Feuerlöscher von den Wänden und demolierten Sicherungskästen, wie die BVG meldete. Auf dem Vorplatz des U-Bahnhofs sammelten sich danach rund 150 Personen, die sich zunächst ruhig verhielten. Die Neonazis waren am Nachmittag in Rudow mit Bus und Bahn unterwegs und spielten Katz und Maus mit der Polizei. Gewaltsame Übergriffe blieben zunächst aus.

Die Linke Szene hatte am Vortag im Internet zu Gegendemonstrationen aufgerufen. Bereits am Morgen hatten sich rund 100 Demonstranten am Herrmannplatz gesammelt. Dort – ausgerechnet i0m Herzen Neuköllns - trafen sich zunächst auch Neonazis. Gewerkschaften und Antifagruppen hatten zudem für 11.30 Uhr am Platz der Luftbrücke eine Gegendemo angemeldet.

Via Twitpic veröffentlichten Twitter-Nutzer Fotos:

Quelle: BMO
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