Ausschreitungen
Polizisten bei Randale nach Hertha-Spiel verletzt
Offenbar aus Frust über die Niederlage im Fußballspiel gegen 1860 München haben Anhänger von Hertha BSC an der Berliner Gedächtniskirche randaliert. Sie warfen Flaschen und Böller auf Polizisten.
Bei Ausschreitungen von mehreren Hundert Hertha-Fans sind in Berlin zehn Polizisten verletzt worden. Nach der 1:2-Heimniederlage im Spiel der 2. Fußball-Bundesliga gegen 1860 München hatten sich Polizeiangaben zufolge am Freitagabend etwa 800 Anhänger des Aufsteigers auf dem Charlottenburger Breitscheidplatz versammelt und mehrere Böller gezündet.
Als die Polizei einschritt, wurden die Beamten mit Flaschen und Pyrotechnik beworfen. Zehn Polizisten erlitten leichte Verletzungen. 14 Randalierer wurden festgenommen.
„Wir haben Kenntnis von den Vorfällen am Breitscheidplatz am Abend unseres Heimspiels gegen 1860 München erhalten, werten die Informationen der Sicherheitskräfte, der Fanbetreuung und der Polizei gewissenhaft aus“, teilte Hertha-Sprecher Peter Bohmbach am Samstag mit. Solange die Ermittlungen nicht abgeschlossen seien und dem Verein die Lage nicht „allumfänglich“ vorliege, könne und werde man dazu keine Stellung nehmen. Hertha BSC unterstreiche in diesem Zusammenhang ausdrücklich, jederzeit zum Dialog mit Fangruppen und Einsatzkräften beizutragen, so Bohmbach weiter.
Den Ausschreitungen vorausgegangen war ein Zwischenfall am Berliner Olympiastadion. Kurz nach dem Abpfiff setzte die Polizei dort Pfefferspray gegen mehrere Hertha-Fans ein, die sich mit einem gerade festgenommenen Fan solidarisierten und die Polizisten bedrängten. Den Grund für die Festnahme konnte ein Polizeisprecher nicht nennen.
Auch Anhänger von Dynamo Dresden hielten die Berliner Polizei am Freitagabend in Atem. Rund 40 Dynamo-Fans, deren Mannschaft zuvor ein Drittliga-Spiel beim SV Babelsberg 03 (1:1) in Potsdam bestritten hatte, brannten am Brandenburger Tor mehrere Feuerwerkskörper ab. Anschließend bedrängten sie mehrere Polizisten, die daraufhin ebenfalls zum Pfefferspray griffen. Wenig später überprüften die Beamten die Personalien der Fußballfans. Einer von ihnen wurde festgenommen, weil gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Ein Polizist erlitt beim Gerangel mit den Dynamo-Fans leichte Verletzungen.
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