27.04.11

Wasser für die Elefanten

Robert Pattinson ist zu schüchtern für die Frauen

Die weiblichen Fans lagen ihm zu Füßen: Robert Pattinson kam zur Deutschlandpremiere seines neuen Films "Wasser für die Elefanten" nach Berlin. Mit dabei: Oscar-Preisträger Christoph Waltz. Der eine schüchtern, der andere cool.

Foto: Reuters

Die Frauen liegen dem Star aus den Twilight-Filmen zu Füßen. Doch Pattinson scheint eher ein schüchterner Typ zu sein.

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Zwei der begehrtesten Männer Hollywoods haben am Mittwoch in Berlin für Aufregung gesorgt: Der von Teenies in aller Welt angehimmelte "Twilight"-Star Robert Pattinson (24) und der deutsch-österreichische Oscar-Preisträger Christoph Waltz (54). Gemeinsam waren sie zur Deutschlandpremiere des romantischen Zirkus-Dramas "Wasser für die Elefanten" gekommen, das am Donnerstag in den Kinos startet.

Im Film stehen sich die Schauspieler als Rivalen gegenüber – Waltz spielt einen brutalen, herrschsüchtigen Zirkusdirektor, Pattinson einen sanftmütigen Tierarzt und Elefantentrainer – beide Männer lieben dieselbe Frau: die von Reese Witherspoon (35) gespielte Kunstreiterin Marlena. Auch im wirklichen Leben scheinen die beiden männlichen Stars aus ganz verschiedenen Welten zu kommen.

Immer noch fast ungläubig steht Pattinson dem Ansturm seiner Fans gegenüber, die auch in Berlin sein Hotel belagerten. Die große Aufmerksamkeit scheint ihm unangenehm zu sein. Im Gespräch mit Journalisten spricht der Star aus den "Bis(s)"-Vampirfilmen leise und zurückhaltend, oft senkt er schüchtern den Blick und lacht verlegen.

Ob er denn unerreichbare Frauen attraktiv findet, will jemand wissen - als Film-Tierarzt verliebt er sich in eine ältere, verheiratete Frau, die er eigentlich nicht haben kann. Da weiß Pattinson keine richtige Antwort, bis Waltz raunt: "Es gibt keine Frau, die er nicht haben kann."

Dann erzählt Pattinson doch: "Ich war zum ersten Mal in Berlin, als ich mit 17 oder 18 hier Ferien machte." Das sei ein tolle Zeit gewesen, an einige der Bars – "wild places" – erinnere sich noch. Seinen neuen kleinen Hund habe er zuhause in Los Angeles gelassen. "Es ist zu schwierig, ihn in zehn verschiedene Länder mitzunehmen", so Pattinson, der zurzeit auf Werbetour für seinen Film durch die Welt jettet.

Ja, und warum seine Filmpartnerin Witherspoon sich enttäuscht über die gemeinsamen Liebesszenen geäußert hat, könne er sich nur so erklären: "Sie hatte wohl zu hohe Erwartungen."

Pattinson scheint es am liebsten zu sein, wenn keiner großes Aufsehen um seine Person macht. Deshalb graust es ihm wohl auch ein wenig vor seinem 25. Geburtstag in knapp zwei Wochen. Er habe da nichts Spezielles geplant. "Ich bin kein großer Fan von Geburtstagen", meint er. "Ich schaue mal, ob was passiert."

Viel offensiver und gelassener geht Waltz mit dem Starrummel um. "Das ist ja eine Frage, die ich noch nie gehört habe", sagt er etwas ironisch, als er nach dem Reiz von Bösewicht-Rollen gefragt wird. Nach "Inglourious Basterds" und "The Green Hornet" ist es für Waltz bereits die dritte große US-Filmproduktion, in der er eine "Bösewicht"-Hauptrolle spielt. Wenn er nach seinen weiteren Karriereschritten gefragt wird, sagt Waltz: "Ich gehe Schritte in fröhlicher Ignoranz der Karriere." Und wie wichtig ist ihm Erfolg? "Wenn er Dinge ermöglicht, dann sehr. Wenn er Dinge verstellt, gar nicht."

Witherspoon war nicht nach Berlin gereist. Die frisch wiederverheiratete, zweifache Mutter wolle sich lieber um ihre Familie kümmern, hieß es. Sara Gruens Bestseller "Wasser für die Elefanten" ist ein schillerndes, faszinierendes Stück Literatur über die Zirkuswelt während der amerikanischen Depression in den 1930er-Jahren. In seiner Verfilmung macht Regisseur Francis Lawrence ("I am Legend") aus der spannenden Geschichte allerdings reichlich seichten Schwulst. Die Schauspieler zeigen in dem Film, was sie am besten können: Pattinson darf schön sein und Waltz wunderbar böse.

Quelle: dpa/mim
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