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14.04.11

Erfindung

Mit dem Raketenrucksack über die Dahme

Der JetLev-Flyer erfüllt die kühnsten Träume von James-Bond-Fans. Mit dem Raketenrucksack kann man nicht nur fliegen sondern auch tauchen. Zu erleben war das in Berlin.

© dpa/DPA
Jetlev-Flyer Vorführung
Wie James Bond geht Ingenieur Veit Wunderlich in die Höhe

Die Vorstellung ist reif für einen James-Bond-Film. Vom Wasserstrom aus zwei Düsen getragen, schwebt der Ingenieur Veit Wunderlich zehn Meter über der Dahme in Köpenick, hinter sich die Altstadt mit dem Rathaus. JetLev-Flyer heißt das Gerät, das der 34-Jährige am Mittwoch in der Spree Marine GmbH vorführte. Aber nicht der legendäre „Q“, sondern die MS Watersports GmbH in Itzehoe hat es entwickelt.

Damit es funktioniert, sind ein Beiboot mit zwei Pumpen und ein langer Schlauch erforderlich. Die Pumpen drücken das Wasser aus dem Fluss durch den Schlauch bis in die Düsen. 14 Kilogramm schwer ist der Rucksack auf dem Rücken des Piloten. Er braucht nur einen Sportbootführerschein Binnen für das kleine Motorboot, das er am Schlauch hinter sich herzieht. Bis zu drei Stunden kann sich der Flieger über Wasser halten. Die Düsen sind beweglich und erlauben ihm, in der Luft stillzustehen und die Umgebung zu betrachten, vorwärts zu fliegen, Kurven und Kreise zu vollführen. Er kann sogar tauchen damit und das Wasser durchpflügen.

Preiswert ist der Luxuslift nicht. Etwa 100.000 Euro kostet die Anschaffung. Doch es gebe mehrere Interessenten dafür, sagte eine Mitarbeiterin der Spree Marine GmbH. Die potenziellen Käufer können einen Probeflug machen. Einer der Interessenten plane sogar einen Verleih, so die Mitarbeiterin. Dann könnten sich auch weniger Betuchte auf das Abenteuer mit dem fliegenden Rucksack einlassen. Seit Ende 2010 wird der JetLev-Flyer ( www.jetlev-flyer.com ) verkauft. Lev steht für Levitation, zu Deutsch Schweben.

Quelle: saf
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