Rangierunfall
Waggons stoßen im Berliner Ostbahnhof zusammen
Auf dem Berliner Ostbahnhof ist es am Dienstagmorgen zu einem Rangierunfall gekommen. Nach Angaben der Bundespolizei mussten rund 20 Reisende den betroffenen Nachtzug aus Amsterdam verlassen.
Zwei Eisenbahnwaggons sind im Berliner Ostbahnhof in Friedrichshain beim Rangieren mit einem stehenden Zug zusammengestoßen. Bei dem Unfall in der Nacht zu Dienstag sei aber keiner der etwa 20 Fahrgäste ernsthaft verletzt worden, teilte die Bundespolizei mit. Die beiden Wagen eines Zuges aus Warschau sollten an einen Nachtzug, der von Amsterdam nach Prag unterwegs war, angekoppelt werden.
Bei dem Rangiermanöver seien die Wagen nicht rechtzeitig abgebremst worden und knallten so auf den stehenden Zug. Der wurde durch den Aufprall sechs bis acht Meter vorgeschoben. Die Reisenden konnten den beschädigten Zug verlassen und vom Hauptbahnhof weiterreisen. Ein Mann klagte über Schmerzen in den Augen und kam in ein Krankenhaus. Er hatte sich erst kürzlich einer Augen-OP unterzogen.
Die Höhe des Schadens ist noch nicht bekannt. Durch den harten Zusammenprall seien die Wagen und der andere Zug eingedrückt worden, sagte ein Sprecher. Wer schuld an dem Unfall sei, werde derzeit noch geklärt. Es gebe eigentlich bei solchen Rangiermanövern einige Sicherungen, etwa über Sichtkontakt des Lokführers oder Funkverbindungen.
Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Bahnverkehrs ein. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern noch an.
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