"Wir haben es satt"
Demonstration für Wende in der Agrarpolitik
Ein Bündnis von rund 120 Organisationen hat am Sonnabend in Berlin für eine Wende in der Agrar- und Lebensmittelpolitik demonstriert. Laut Veranstalter kamen weit über 10.000 Demonstranten.
Mehrere Tausend Menschen haben am Sonnabend in Berlin für eine Wende in der Agrar- und Lebensmittelpolitik demonstriert. Unter dem Motto „Wir haben es satt“ forderten sie unter anderem ein Ende von Subventionen für industrielle Tierhaltung und einen Stopp von Dumping-Exporten in Entwicklungsländer. Redner verschiedener Verbände verurteilten die aktuelle Agrarpolitik als zerstörerisch für Umwelt, Artenvielfalt und regionale Märkte. Die Veranstalter sprachen von weit über 10.000 Demonstrationsteilnehmern.
Zu den Protesten zeitgleich zu einer internationalen Agrarministerkonferenz in Berlin und zur Internationalen Grünen Woche hatte ein Bündnis von rund 120 Organisationen aufgerufen. Zu den Veranstaltern gehören unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und die Entwicklungsorganisation Oxfam.
Die Demonstranten zogen vom Berliner Hauptbahnhof zum Brandenburger Tor. Mehrere Traktoren sowie Bauern und Imker in Berufskleidung begleiten den Demonstrationszug. Der Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, Felix Prinz zu Löwenstein, forderte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) auf, sich in Brüssel für eine EU-weite Ressourcen schonende, naturverträgliche Landwirtschaft einzusetzen. „Etwas anderes können wir angesichts der Bedrohungen durch den Klimawandel und einer immer gefährlicheren Ausbeutung der natürlichen Lebensgrundlagen nicht mehr verantworten“, sagte Löwenstein.
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