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19.12.10

Erster Berlin-Besuch

Prinz Harry besichtigt Brandenburger Tor

Vornehme Zurückhaltung, statt wilder Partys: Ganz entgegen seinem früheren Ruf als Enfant terrible des britischen Königshauses, gab sich Prinz Harry bei seinem Besuch in Berlin betont royal.

AP/DAPD

Bei seiner inoffiziellen Stippvisite wurde er vom Botschafter Großbritanniens in Deutschland, Simon McDonald, begleitet.

8 Bilder

Einen echten Prinzen erkennt man daran, dass er es sich nicht anmerken lässt, wenn er friert. Auch bei minus 8 Grad in Berlin bewahrte Prinz Harry, Nummer drei der britischen Thronfolge, am Sonntag königliche Haltung. Es war der erste offizielle Besuch des 26-Jährigen in der deutschen Hauptstadt. Damit hat er es vor seinem älteren Bruder William in die deutsche Hauptstadt geschafft.

Harry, der schon am Samstag anlässlich der Spendengala „Ein Herz für Kinder“ angereist war, besichtigte am Sonntag das Brandenburger Tor. Dabei erschien der Prinz klassisch im dunklen Wintermantel und mit königsblauer Krawatte. Die frostigen Temperaturen schienen ihm nichts anzuhaben: Mütze, Schal oder Handschuhe trug er nicht. Mit gemächlichen Schritten lief er durch das Tor zum Pariser Platz. Zu seinen Fans nahm der Monarchenspross nur Blickkontakt auf. Autogramme schreiben oder Händeschütteln standen nicht auf dem Programm.

Anschließend fuhr der Prinz zur Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße. Dort erklärte ihm Axel Klausmeier, der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Details zur Geschichte der deutsch-deutschen Teilung. „Er war sehr emphatisch und hat Anteil genommen am Schicksal der Mauertoten“, sagte Klausmeier. „What a fantastic visit“ schrieb er ins Gästebuch – was für ein fantastischer Besuch. Am „Fenster des Gedenkens“ an die Maueropfer legte Harry einen Kranz nieder.

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