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14.12.10

Bedürftigenhilfe

Die Berliner Tafel ist vorerst gerettet

Im September schlug die Berliner Tafel, die Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt, Alarm. Es gingen kaum noch Spenden ein, es fehlte Geld. Die Tafel startete eine Mitgliederoffensive - mit nun erstem Erfolg.

© picture-alliance/ dpa/dpa
Die "Berliner Tafel" - Armut in der Hauptstadt
Für viele Bedürftige ist die Tafel Hauptanlaufpunkt, um Lebensmittel zu bekommen

Die Berliner Tafel, die Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt, sieht sich nach finanziellen Problemen vorerst gerettet. In den vergangenen Wochen seien allein 220 neue Mitglieder beigetreten, berichtete die Vorsitzende der Tafel, Sabine Werth. Das bringe bis zum Jahresende 4000 Euro in die klammen Kassen. Hinzu kämen bislang mehrere hundert Euro an Spenden. Der gemeinnützige Verein versorgt 125.000 Bedürftige im Monat.

„Die Krise ist noch nicht durchgestanden“, sagte Werth. „Aber eins steht fest: Es geht weiter.“ Noch Ende September hatte die Einrichtung um Unterstützung gebeten, um sich finanzieren zu können. Die Rücklagen waren aufgebraucht. Wegen der Umweltzone hatte die Tafel ihr Erspartes für neue, umweltfreundliche Lieferwagen ausgeben müssen. Und statt wie sonst täglich mehrere Hundert Euro gingen nur wenige Euro Spenden in der Woche ein.

Als Grund für den Spendeneinbruch sah Werth im September unter anderem die verstärkten Aufrufe, für die Flutopfer in Pakistan zu spenden. Außerdem habe der Verein in diesem Jahr zu wenige öffentliche Aktionen gemacht, um für sich zu werben. Das sollte sich jetzt wieder ändern. Das Ziel war es, vor allem neue Mitglieder zu gewinnen. Das ist nun gelungen. Staatliche Hilfen lehnt der Verein ab, um seine Unabhängigkeit zu wahren.

Quelle: dpa/sh
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