12.12.10

Überfall in Wittenau

Messerattacke - Fünf Tatverdächtige festgenommen

Ein 17 Jahre alter Jugendlicher ist nach einer Messerstecherei am U-Bahnhof Wittenau gestorben. Die Polizei hat fünf mutmaßliche Täter festgenommen. Bei mindestens zwei von ihnen soll es sich um Intensivtäter handeln.

Foto: Steffen Pletl

Am Tatort haben Jugendliche Blumen an der Stelle niedergelegt, an der der Junge getötet wurde.

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Im Zusammenhang mit den tödlichen Messerstichen in Reinickendorf hat die Berliner Kriminalpolizei mittlerweile fünf Verdächtige ermittelt. Zwei der mutmaßlichen Täter wurden bereits am Sonnabend, drei weitere am Sonntag von der Polizei festgenommen. Das erfuhr Morgenpost Online aus Sicherheitskreisen.

Ein 17-jähriger Libanese war am Sonnabend gegen 21.15 Uhr während einer Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen auf dem U-Bahnhof Wittenau von mindestens drei Tätern erst mit einer Gaspistole beschossen und dann niedergestochen worden. Der junge Mann erlitt dabei Wunden im Oberkörper. Der 17-Jährige konnte von Rettungskräften zunächst reanimiert werden, erlag wenig später aber in einer Klinik seinen schweren Verletzungen.

Hintergrund der Tat ist offenbar ein Streit zwischen zwei Jugendbanden aus Tegel-Süd und dem Märkischen Viertel. Beide Gruppen beanspruchen den U-Bahnhof Wittenau als ihr "Territorium", in letzter Zeit sei es Bekannten des Opfers zufolge immer wieder zu Auseinandersetzungen gekommen. Dessen Freunde kündigten im Internet bereits Racheaktionen an.

Wie Morgenpost Online erfuhr, gab es schon bald Hinweise, die zu zwei Intensivtätern aus Tegel mit deutscher Staatsangehörigkeit führten. Die Berliner Polizei wollte sich aus "ermittlungstaktischen Gründen" nicht zu den jüngsten Entwicklungen äußern, die Vernehmungen von Zeugen und Beteiligten durch die 4. Mordkommission des Landeskriminalamtes dauerten an.

Zeugen hatten die Messerstecherei am Sonnabend gegen 21.15 Uhr am U-Bahnhof Wittenau beobachtet. Mehr als zehn Jugendliche waren beteiligt. Als die Polizei eintraf, fand sie den leblos am Boden liegenden 17-Jährigen vor. Freunde und Mutter des 17-Jährigen waren ebenfalls am Tatort anwesend und brachen zusammen. Die Rettungskräfte mussten sie betreuen.

Freunde und Verwandte legten am Sonntag Blumen am Tatort im U-Bahnhof nieder und stellten Kerzen auf.

Quelle: BMO mit dpa/dapd
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