Arbeistkampf
Berliner Hebammen streiken zwei Tage
Für zwei Tage treten die Berliner Geburtshelferinnen in den Ausstand. Der Grund: Nach eigenen Angaben verdienen sie 30 Prozent weniger als ihre Kollegen in anderen heilpädagogischen Berufen.
In Berlin streiken am Dienstag und Mittwoch die freiberuflichen Hebammen für mehr Geld. „Wir wollen angemessen bezahlt werden für das, was wir leisten“, sagte die Vorsitzende des Berliner Hebammenverbandes, von Haldenwang.
Die etwa 550 bis 600 freiberuflichen und im Verband organisierten Hebammen würden an diesen Tagen keine Vor- und Nachsorge sowie Kurse anbieten. Die Geburtshilfe ist laut von Haldenwang vom Streik ausgeschlossen.
Die Hebammen wollen an beiden Tagen an insgesamt sechs Orten protestieren, beispielsweise vor Geburtshäusern und an öffentlichen Plätzen. Eltern sind zudem aufgerufen worden, Protestbriefe an die Krankenkassen zu schreiben.
Die Anhebung der Berufshaftpflicht für Hebammen in den vergangenen Jahren von 1300 Euro auf 3700 Euro habe ein „ohnehin schon morsches Gebäude zum Einsturz gebracht“, sagte von Haldenwang. „Die Krankenkassen schneiden sich ins eigene Fleisch“, kritisierte sie. Die Hebammen leisteten eine gute präventive Arbeit. Bereits 2004 habe eine Datenerhebung ergeben, dass Hebammen im Vergleich zu anderen heilpädagogischen Berufen 30 Prozent zu wenig verdienen.
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