Energiekonzern
Vattenfall erhöht Strompreise um fast zehn Prozent
Der Energieversorger Vattenfall hat sich nun konkret zu der bereits angekündigten Strompreissteigerung geäußert. Sie fällt überdurchschnittlich aus: Die Berliner Kunden müssen im Schnitt fast zehn Prozent mehr zahlen als bislang.
Der Energieversorger Vattenfall Europe erhöht deutlich die Strompreise für seine rund 1,6 Millionen Kunden in Berlin. Von 1. Januar 2011 an müssen Privatkunden im Durchschnitt 9,9 Prozent mehr zahlen, für Gewerbekunden steigen die Kosten um 11 Prozent, wie der Vorsitzende der Geschäftsführung, Werner Süss, am Freitag in Berlin mitteilte. Für einen typischen Berliner Haushalt mit einem Verbrauch von 2200 Kilowattstunden pro Jahr kommen Mehrkosten von 4,27 Euro pro Monat oder 51 Euro pro Jahr zu. Zuletzt hatte Vattenfall den Berliner Strompreis zum 1. Januar 2010 um rund 6 Prozent angehoben.
Der entscheidende Grund für die Preiserhöhungen ist laut Vattenfall die höhere Umlage, die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz für den Ausbau der Ökostromerzeugung fällig wird. Diese Gesetz sichert den Betreibern beispielsweise von Windkraft- oder Solaranlagen feste Einnahmen für den von ihnen erzeugten Strom. Der Beitrag der Stromkunden an der Förderung dieser klimaschonenden Energien erfolge über ihre jeweiligen Energieversorger, sagte der Vattenfall-Manager. Die Umlage wird von 2,04 Cent auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde angehoben. Die Subventionen von, laut Vattenfall, 13 Milliarden Euro (Vorjahr: 8 Milliarden Euro) würden auf alle Stromverbraucher in Deutschland umgelegt, hieß es von Vattenfall. Wenn selbst Ökostromanbieter die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) „dramatisch angestiegenen Kosten“ an die Kunden weitergeben würden, sehe Vattenfall keinen Grund, dies nicht zu tun, sagte Süss.
In Deutschland muss mehr als die Hälfte aller Haushalte von Januar an mehr für Strom zahlen. Nach Angaben des Internetportals toptarif.de kündigten bis Mitte November gut 186 Versorger an, ihre Preise im Schnitt um 7,4 Prozent zu erhöhen. Vattenfall- Geschäftsführer Süss betonte, dass die Berliner Strompreise trotz der überdurchschnittlichen Steigerung weiterhin zu den günstigeren Tarifen in deutschen Großstädten gehörten.
In Berlin beziehen den Angaben zufolge drei Viertel der Privathaushalte und 76 Prozent der Gewerbekunden ihren Strom von Vattenfall.
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
- Energieversorger: Für jeden zweiten Haushalt wird Strom teurer
- Gaslieferung: TelDaFax-Kunden werden jetzt von Gasag versorgt
- Gaslieferung: Berliner Netzgesellschaft kündigt TelDaFax Verträge
- Studie: Stromanbieter kassieren zwei Milliarden zu viel
- Lichterfelde: Berlin genehmigt neues Vattenfall-Kraftwerk
- Berliner Wohnmarkt: Bei den Betriebskosten braut sich was zusammen
-
11:08Umfrage: Immer weniger Deutsche mögen Israel
-
10:17Arabischer Frühling: Ägypter wählen bei ersten freien Wahlen neuen...
-
10:17Doppelspitze: Linken-Führungsstreit – Frauen gehen in die Offens...
- 1. Umweltminister Norbert Röttgens bitterer Abgang von der großen Bühne
- 2. Schweden Taufe - Prinzessin Estelle quietscht vor Vergnügen
- 3. Börsenkurs Talfahrt der Facebook-Aktie nimmt kein Ende
- 4. Militärtechnik Pferdeähnlicher Roboter soll Soldaten unterstützen
- 5. Schüsse an Schule Amokalarm - Polizei nimmt 14-Jährigen in Memmingen fest














