Diebische Babysitterin
Findelkind aus Supermarkt ist wieder bei Mutter
Der kleine Junge, den eine Ladendiebin in einem Berliner Supermarkt zurückgelassen hat, ist wieder bei seiner Mutter. Sie war, als der Vorfall geschah, in Serbien und wähnte den Jungen in Sicherheit bei seiner Tante.
Drei Tage musste der 15 Monate alte Junge warten, dann war er endlich wieder bei seiner Mutter - und nicht mehr in der Obhut des Jugendamtes. Eine Ladendiebin hatte das Kind in einem Berliner Supermarkt gelassen, als sie beim Diebstahl erwischt worden war und flüchtete. Zunächst war unklar, wer der Junge war, und ob es sich bei der Diebin um seine Mutter handelte. Zwei Tage später meldete sich die Tante des Kindes beim Jugendamt, das ihn in Obhut genommen hatte. Doch das Amt übergab ihr ihren Neffen nicht. „Mitarbeiter des Jugendamtes werden die Familie besuchen", hieß es. Man wollte sicher gehen, ob es Probleme in der Familie gibt. Das Kind war gut gepflegt und wohlauf, bestätigte das Amt aber auch.
Wie die "B.Z." berichtet, kam dann am Dienstag die Mutter zurück. Sie hatte den Jungen bei seiner Tante gelassen, weil sie nach Serbien musste, um einen neuen Pass zu beantragen, wie es in dem Bericht heißt. Ihrem Sohn hatte sie die Busfahrt nach Serbien nicht zumuten wollen. Die Schwester übergab den Jungen am Sonnabend aber für einige Stunden einer Bekannten, die auf ihn aufpassen sollte - und im Laden stahl. Das Kind ließ die Frau dann einfach zurück. Der "B.Z." zufolge ist sie untergetaucht.
Als die Mutter des Jungen von den Ereignissen erfuhr, machte sie sich auf der Ladefläche eines Lkw auf den Weg zurück nach Berlin, wie sie der "B.Z." sagte. 24 Stunden war sie unterwegs, das Flugticket soll zu teuer gewesen sein. Die 26-Jährige holte ihren Sohn ab und sagte dem Blatt: "Jetzt lasse ich ihn nie wieder alleine."
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