Bauarbeiten
An der U2 wird es jetzt auch wieder nachts laut
In Prenzlauer Berg wird weiter an den Hochbahnviadukten der Linie U2 gearbeitet - zum Ärger der Anwohner jetzt auch wieder bis 1 Uhr nachts.
Gute Nachrichten für die Fahrgäste der U-Bahn-Linie U2, schlechte für die Anwohner der Schönhauser Allee. Die Berliner Verkehrsbetriebe dürfen von Donnerstag an auch nachts wieder an den Hochbahnviadukten in Prenzlauer Berg arbeiten – allerdings nur bis 1 Uhr.
Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz hat die neue Ausnahmegenehmigung für lärmintensive Nachtarbeit am Mittwoch an die BVG übermittelt, sagte Behördensprecherin Marie-Luise Dittmar. Die Frist für weitere Einwendungen der Anwohner sei zuvor abgelaufen, sagte sie. Die neue Ausnahmegenehmigung erlaubt nach ihren Angaben ausdrücklich auch die lauten Bohrarbeiten, die nötig sind, um mehr als 2000 tragende Bleche für Schotter und Gleise zu montieren. Die Genehmigung tritt sofort in Kraft. Allerdings werden in den kommenden Tagen weitere Lärmmessungen ermitteln, ob der angekündigte Lärmpegel für die Arbeiten eingehalten wird, kündigte Sprecherin Dittmar an.
Anwohnerbeschwerden hatten zuvor dafür gesorgt, dass die Senatsverwaltung ihre Genehmigung mehrfach ändern musste. Faktisch durfte die BVG zuletzt nach 22 Uhr nicht mehr an den Viadukten arbeiten. Nach Angaben der Verkehrsbetriebe verzögert sich die Fertigstellung der Hochbahn dadurch bereits jetzt erheblich. Statt wie vorgesehen am 8.November können die Züge der U2 nach Berechnungen aus der Vorwoche frühestens am 20.Dezember wieder planmäßig fahren. Es drohte laut BVG sogar eine Verzögerung bis ins Frühjahr. Welche Auswirkungen die nun erteilte Genehmigung auf den weiteren Zeitplan hat, konnte BVG-Sprecher Klaus Wazlak am Mittwoch noch nicht einschätzen.
Die Berliner Verkehrsbetriebe sanieren seit Mai dieses Jahres die mehr als 80 Jahre alten Viadukte der Hochbahn zwischen den Bahnhöfen Senefelderplatz und Schönhauser Allee. Gleichzeitig werden die Bahnhöfe Schönhauser Allee, Eberswalder Straße und Vinetastraße umgebaut. Die Züge der U2 enden seitdem am Senefelderplatz. Bis Pankow müssen Fahrgäste auf Ersatzbusse umsteigen. Betroffen sind täglich mehr als 40000 Fahrgäste. Ebenfalls gesperrt ist wegen der Bauarbeiten die Straßenbahnlinie M1. Gebaut wird außerdem auch am anderen Ende der Linie U2. Noch bis Mitte Dezember enden die Züge bereits an der Station Olympia-Stadion.
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