Ab sofort sind kommerzielle Veranstaltungen auf dem Bebelplatz wegen der historischen Bedeutung des Ortes untersagt. Dies hat der Kulturausschuss nun beschlossen. Damit muss sich nun auch die Fashion Week ein neues Domizil suchen.
Foto: Massimo Rodari
Es ist wieder so weit: Die Fashion Week in Berlin beginnt. Zum "Prolog" am Vorabend der Eröffnung kamen auch viele Prominete. Unter ihnen war auch Sara Nuru.
Foto: REUTERS
Nuru war Germany's Next Topmodel 2009.
Foto: Massimo Rodari
Auch Barbara Meier war schon einmal Germany's Next Topmodel.
Foto: REUTERS
So bekannt wie Franziska Knuppe (Foto) sind die beiden noch nicht.
Foto: Getty Images
Knuppe war auch schon das Gesicht der Fashion Week.
Foto: REUTERS
"Rolfe" Scheider knipste zurück. Bei Germany's next Topmodel gehörte er zur Jury.
Foto: Massimo Rodari
Nina Hagen reloaded - Mit ihrem Outfit sorgte die dänische Sängerin Aura Dione für Aufsehen.
Foto: REUTERS
Schauspieler Ralf Moeller beweist: Auch starke Männer interessieren sich für Mode.
Foto: REUTERS
Filmfigur "Shrek" bekommt ein saftiges Küsschen...
Foto: REUTERS
Das Kleidchen von Schauspielerin Karolin Peiter wirkt irgendwie ländlich.
Foto: Massimo Rodari
Mariella Ahrens von Faber Kastell setzte auf einen eher klassischen Look.
Foto: Massimo Rodari
Moderatorin Susan Atwell erschien in einem schwarzen Hängerchen.
Foto: REUTERS
Dazu trug sie ganz flache Sandälchen.
Foto: Getty Images
Modedesigner Kilian Kerner ist ein bekannter Gast auf der Fashion Week.
Foto: REUTERS
Tulpenrock und Puffärmel - Schauspielerin Nadeshda Brennicke weiß, was angesagt ist.
Foto: Massimo Rodari
Comedian Thomas Hermanns lässt sich das Fashion-Spektakel nicht entgehen.
Foto: Massimo Rodari
Anlässlich der Fashion Week demonstrieren Aktivisten auf dem Bebelplatz für faire Arbeitsbedingungen in der Textilbranche.
Foto: AFP
Die Modeschule Esmod zeigte als erstes ihre Modelle.
Foto: AFP
Schwarzer Kopfputz erinnert an das Zeitalter des Rokoko.
Foto: dpa
Auch diese Kappen scheinen einem alten Gemälde entnommen zu sein - aber mit einem futuristischenTouch.
Foto: dpa
Solche Hüte hat die elegante Frau schon zu Rembrandts Zeiten getragen.
Foto: AFP
Ein grob gewirkter Body lässt viel nackte Haut sehen.
Foto: AFP
Große Taschen sind immer noch en vogue.
Foto: dpa
Für den ganz großen Auftritt - die schwarze Abendrobe.
Foto: AFP
Die Frisur wirkt etwas erstarrt...
Foto: dpa
Die 80er-Jahre lassen grüßen.
Foto: AFP
Schlangenbeschwörerinnen?
Foto: AFP
Dessous von Esmod: Schwarz, gold, sexy.
Foto: AFP
Gurte halten die lagen dieses Modells in Form, dazu trägt frau Leggins.
Im Juli haben internationale Designer bei der Mercedes-Benz Fashion Week ihre
Kreationen auf dem Bebelplatz gezeigt – voraussichtlich zum letzten Mal,
denn ab sofort wird die bekannte Modewoche auf dem Bebelplatz verboten sein.
Das hat der Kulturausschuss während seiner jüngsten Sitzung am Montag
beschlossen. Die Veranstalter der Fashion Week wollten dazu am Dienstag
keine Stellung nehmen.
Auch die Kunsteisbahn, die seit 2005 jedes Jahr pünktlich zur Winterzeit
aufgebaut wurde, ist von dem Beschluss betroffen. Die Veranstalter wurden am
Dienstag von der Nachricht völlig überrascht.
Begründet wird das Verbot mit der Geschichte
des Bebelplatzes. Auf ihm verbrannten die Nationalsozialisten am 10. Mai
1933 Bücher, Werke von kritischen, „undeutschen“ Autoren. Seit 1995 erinnert
ein Fenster im Boden, durch das man in eine Bibliothek mit leeren Regalen
blicken kann, an die Bücherverbrennung.
Seit Jahren wird wegen dieses historischen Hintergrundes über eine
kommerzielle Nutzung des Platzes diskutiert. Ab sofort darf der Bebelplatz
nun nicht mehr für Veranstaltungen dieser Art genutzt werden. Der Regierende
Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hatte sich im Kulturausschuss gegen ein
Nutzungsverbot für die Veranstalter der Fashion Week ausgesprochen. Als
Grund führte er an, dass bislang kein Ausweichort für die Veranstaltung
gefunden sei. Die Schuld daran weist Alice Ströver, kulturpolitische
Sprecherin der Grünen und Vorsitzende des Ausschusses für kulturelle
Angelegenheiten, aber von sich: „Die Schuld liegt beim Bezirk und beim
Senat, sie haben die Sache ausgesessen und sich nicht rechtzeitig um einen
Ersatzort gekümmert.“
Das Denkmal, so Ströver, sei nur wahrzunehmen, wenn der Platz frei bleibe.
Diese Meinung vertritt auch Monika Grütters (CDU), Vorsitzende des
Kulturausschusses im Bundestag. „Die Rücksichtslosigkeit, mit der hier dem
Denkmal begegnet wurde, ist wirklich ärgerlich“, sagt sie.
Beide Politikerinnen weisen auf unverfänglichere Ausweichplätze hin.
Beispielsweise stünden der Schloßplatz oder der Washingtonplatz zur
Verfügung. Im Kulturausschuss seien sich durchaus alle Mitglieder über die
Bedeutung der Fashion Week für Berlin im Klaren, sagt Alice Ströver. „Es
gibt aber genug attraktive Plätze zwischen Hauptbahnhof und Kanzleramt.“Zie