Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
29.08.10

Autochaos

Verkehrskonzept für Tempelhof ist nicht in Sicht

Am früheren Flughafen Tempelhof wird es keine zusätzlichen Parkplätze für Besucher von Veranstaltungen geben. Der Bezirk und Anwohner ärgern sich über den Senat.

BBZL Böhm Benfer Zahiri Landschaften Städtebau

... – so stellt sich das Landschafts- und Städtebaubüro BBZL den zukünftigen Park Tempelhof vor.

11 Bilder

Die Anwohner des ehemaligen Flughafens Tempelhof müssen weiter auf ein schlüssiges Verkehrskonzept für Großveranstaltungen auf dem Gelände warten. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat die Vorstellung der Pläne erneut verschoben. Das Konzept werde nun „wahrscheinlich im September“ vorliegen, sagt Behördensprecher Mathias Gille. Ursprünglich wollte die Verwaltung schon im März sagen, wie sie ein Verkehrschaos bei Veranstaltungen auf dem Flugfeld verhindern will. Später war von Mai, zuletzt von Mitte August die Rede.

Die erneute Verzögerung ärgert Bezirksstadtrat Oliver Schworck (SPD). „Die Anwohner haben ein Recht auf Antworten“, sagt er und erinnert an das Feuerwerkfestival „Pyromusikale“ im vergangenen Jahr. Damals hatten Besucher auf Parkplatzsuche die gesamte benachbarte Gartenstadt rund um die Manfred-von-Richthofen-Straße und den Tempelhofer Damm blockiert. „Wir müssen in jedem Fall verhindern, dass solche überfallartigen Situationen sich wiederholen können“, sagt Schworck. Was ihn aber noch mehr ärgert als die erneute Verschiebung: Bis heute hat die Senatsverwaltung den Bezirk nicht an den Planungen beteiligt.

Die Senatsverwaltung macht den komplizierten Abstimmungsprozess für die Verzögerung verantwortlich. Alle bisherigen Planungen würden derzeit auf Plausibilität und Machbarkeit überprüft. Verkehrsplaner, Behörden, Polizei, Feuerwehr, Anwohnervertreter und Verkehrsunternehmen seien beteiligt. Zudem gelte es eine Vielzahl von unterschiedlichen Veranstaltungen zu berücksichtigen, sagt Gille. „Es geht hier um mehr als um das Aufstellen von ein paar Absperrgittern“, sagte der Behördensprecher.

Fest steht bislang nur, dass es keine zusätzlichen Parkplätze auf den riesigen Betonflächen des Flughafengeländes geben soll. Das Ziel der Senatsverwaltung ist es, Autoverkehr zu Veranstaltungen möglichst zu vermeiden. Das will auch Stadtrat Schworck. Er verweist auf die gute Anbindung des Geländes an das Bus-, U-Bahn- und S-Bahn-Netz. Um mehr Besucher in die öffentlichen Verkehrsmittel zu locken, unterstützt er einen Vorschlag des Fahrgastverbandes Igeb. Jener hatte schon im Juli gefordert, dass die Senatsverwaltung in Tempelhof nur Veranstaltungen genehmigt, bei denen ein sogenanntes Kombi-Ticket angeboten wird. Unterdessen hat Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) am Sonnabend sechs Entwürfe zur Gestaltung der künftigen Parklandschaft auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens vorgestellt und diese mit Bürgern und Planern diskutiert. Wettbewerbe zur Entwicklung von Stadtlandschaften dürften nicht hinter verschlossenen Türen stattfinden, sagte die Senatorin.

Die sechs Planungsbüros, die als Sieger aus der ersten Stufe eines landschaftsplanerischen Wettbewerbs hervorgegangen sind, hätten nun bis Dezember Zeit, ihre Entwürfe zu überarbeiten und die heutigen Ideen und Anregungen, aber auch die Kritik der Berliner zu berücksichtigen. „Wir wollen, dass der Park nicht nur ein von der öffentlichen Hand bereitgestellter Erholungsraum ist, sondern ein Raum für gelebte Stadtkultur“, sagte die Senatorin. Die Entwürfe sind auch am Sonntag in Halle A2 des ehemaligen Flughafens zu sehen.

Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Schwarze Frauenbeine mit High-Heels
Gefahr durch High Heels

Je höher der Absatz ist, desto ungesünder sind die Schuhe.

Video Nachrichten mehr
Störungen Kabelbrand legt Berliner S-Bahn lahm
Euro-Debatte Thilo Sarrazin stellt neues Buch vor
Hollywood in Cannes Brad Pitt begeistert mal wieder auf ganzer Linie
Drama in Bayern Bayerische Schüler in Angst vor Amoklauf
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

A380 und A400M

Große Flugzeuge am Himmel über der Region

Nahverkehr

S-Bahn-Verkehr nach Kabelbrand gestört

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote