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Integrationsdebatte

Roland Koch stärkt Thilo Sarrazin den Rücken

In den Streit um die umstrittenen Äußerungen des Berliner Ex-Senators Thilo Sarrazin hat sich nun auch der CDU-Politiker Roland Koch eingeschaltet. Er findet, dass die Integrationsdebatte nicht tabuisiert werden dürfe.

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Abschied von Sarrazin
Foto: DPA
Anfang Mai 2009 trat Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) seinen neuen Job bei der Bundesbank an. Am 30. April 2009 verabschiedete ihn der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD).

Hessens scheidender Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat sich angesichts der öffentlichen Empörung über die Äußerungen Thilo Sarrazins hinter den SPD-Politiker gestellt. Koch warnte im Hessischen Rundfunk (hr) davor, das Thema Zuwanderer auszublenden. Immerhin stecke viel Lebenserfahrung in den Berichten Sarrazins. „Ich halte nichts davon, dass das, was er sagt, in diese üblichen Politikreflexe hinein geschoben wird: Darüber darf man nicht reden! Das ist tabuisiert!“, sagte Koch.

Allerdings nannte Koch die Thesen des Bundesbank- Vorstandsmitglieds Sarrazin „eine sehr rückwärtsgewandte, pessimistische Beschreibung der Zustände, ohne sich eigentlich ernsthaft mit den Optionen und Chancen zur Lösung zu beschäftigen“.

Weiter sagte er im hr-Fernsehen: „Wer glaubt, dass die Biologie und die Erbanlagen nahezu alles sind, und dass sich Migranten oder sozial im Augenblick schwache Menschen sozusagen immer in diesen Gruppen bewegen werden, der gibt sie auf.“ Sarrazins Ansatz sei unpolitisch und gehe oft „ins Zynische“ hinein. Hingegen müssten Politiker Lösungsmöglichkeiten anbieten.

In seinem neuen Buch „Deutschland schafft sich ab“ warnt der wegen ähnlicher vorheriger Äußerungen bereits umstrittene Sarrazin davor, dass die Deutschen zu „Fremden im eigenen Land“ werden könnten. Er war dafür heftig kritisiert worden.

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Reaktionen auf Sarrazin
dpa/mim

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