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23.08.10

Das ist Berlin

Berliner Morgenpost startet Imagekampagne

"Das ist Berlin" - das ist der neue Leitspruch der Berliner Morgenpost. In der ganzen Stadt werden große Plakate darauf aufmerksam machen. Auf einem ist auch die Kellnerin Denise aus Charlottenburg zu sehen – mit einem flotten Spruch auf dem T-Shirt.

BM

Die Berliner Morgenpost startet eine neue Werbekampagne. In der ganzen Stadt werden große Plakate darauf aufmerksam machen. Und das sind die ersten Motive. "Berlin ist, wenn's härter gesagt als gemeint ist", steht auf diesem Plakat. Denise arbeitet in der Charlottenburger Kneipe Veritas. Natürlich ist der Spruch auf ihrem T-Shirt "Trinkgeld sonst Schnauze" viel härter als er gemeint ist. Dass die Berliner aber häufig ein bisschen ruppig sind, das hat sich ja schon herumgesprochen. Und Spaß haben kann man in Berlins Kneipen auch: In der Stadt gibt es keine Sperrstunde – und jede Menge nette Kellnerinnen und Kellner.

3 Bilder

Denise ist kein professionelles Model. Sie arbeitet in der Kneipe „Veritas“ in Charlottenburg. Und doch ist sie eines der Gesichter der neuen Imagekampagne der Berliner Morgenpost. Unter dem Motto „Das ist Berlin“ zeigen die Plakate Bilder aus dem echten Berlin – keine ausgedachten Welten. Und die Menschen auf den Fotos sind echte Berliner – an Orten, an denen sie leben, arbeiten, Spaß haben. Die Motive zeigen die ganze Vielfalt und den speziellen Charme der Hauptstadt. Deshalb heißt es bei Denise: „Berlin ist, wenn's härter gesagt als gemeint ist“ – denn schauen Sie mal auf ihr T-Shirt…

Die neue Imagekampagne ist eine Aktion zum Mitmachen. Deshalb ist Ihre Kreativität gefragt. Was ist Berlin für Sie? Auf der Website www.das-ist-berlin.de können Sie uns ab sofort Ihre eigenen Ideen zu dem Thema schicken, Vorschläge für Sprüche machen und Fotos hochladen, auf denen Sie zeigen, was für Sie typisch Berlin ist. Vielleicht ist Ihr Motiv ja auch bald als Plakat in der Stadt zu sehen. Übrigens: Für die besten Vorschläge gibt es attraktive Preise.

Mehr Informationen finden Sie HIER.

Die Ideen für die neue Kamapgne entstanden an der Neuen Schönhauser Allee. Dort arbeiten Thomas Wildberger und Alex Römer, die beiden Inhaber der Berliner Werbeagentur „Römer Wildberger“. „Die Stadt ist immer im Wandel“, sagt Wildberger. Gemeinsam mit Römer hat der 36-Jährige die neue Imagekampagne für die Berliner Morgenpost entwickelt.

„Die Veränderung ist stets gegenwärtig“, sagt Wildberger. Wo gestern noch eine Metzgerei gewesen sei, sei einen Tag später schon ein Schuhgeschäft eingezogen. „Diese Stimmung wollten wir auch mit dem neuen Slogan für die Berliner Morgenpost aufgreifen“, sagt der Werbemann. Er begann im Jahr 1993 als Texter für die Agentur Leo Burnett in Zürich zu arbeiten, ging dann zu der renommierten Agentur Jung von Matt in Hamburg, zu Springer & Jacobi, war schließlich Kreativdirektor bei Jung von Matt und kam 2002 nach Berlin. Gemeinsam mit Alex Römer leitet er die Werbeagentur „Römer Wildberger“ an der Neuen Schönhauser Allee im Bezirk Mitte.

Der Slogan „Das ist Berlin“ hat für Wildberger eine eindeutige Botschaft. „Alles ist möglich“, sagt er. 3,4 Millionen Menschen lebten in der Stadt, also gebe es auch 3,4 Millionen Motive. Entschieden hat man sich dann für drei Plakate. „Wir haben nicht mit Models oder Schauspielern gearbeitet, denn das wäre nicht authentisch gewesen“, sagt Werbemann. Denise, die Kellnerin, habe man in einer Charlottenburger Kneipe entdeckt. „Sie steht für die vielen anderen Kellnerinnen in dieser Stadt und passt zu Berlin“, sagt Wildberger.

Wichtig ist für die Agentur, dass Berlin in der Kampagne authentisch dargestellt wird. „Da ist nichts gekünstelt“, so Wildberger. Er ist sich sicher, dass die Berliner von der Imagekampagne und den Sprüchen auf den Plakaten überrascht werden. „Positiv“, sagt Wildberger. Die Werbeagentur hat in den vergangenen Jahren schon für die Berliner Morgenpost gearbeitet, außerdem gestaltete sie den neuen Werbeauftritt für das Internetportal WELT ONLINE. Zu den Kunden von „Römer Wildberger“ zählen darüber hinaus die Autokonzerne BMW, VW oder Renault. Auch die Deutsche Post, Yellow Strom und die Sparkasse haben die Dienste der Werbeagentur schon in Anspruch genommen.

Was für Prominente Berlin ist

„Berlin ist, wenn 3,4 Millionen Menschen sagen: ,Wir sind Berliner' und doch die ganze Vielfalt der Welt in sich tragen. Sie machen Berlin so abwechselungsreich, spannend, quirlig und liebenswert.“

Klaus Wowereit (SPD), Regierender Bürgermeister

„Berlin ist, wenn man am Samstagnachmittag vorm Gropiusbau in der Schlange steht, gleichzeitig in der neuen Galerie angemeldet ist und doch längst zu Hause sein müsste, um sich für das Konzert am Abend auszuruhen. Dabei wollte man eigentlich gemütlich im Borchardt mit Freunden essen gehen und anschließend im Berghain durch die Nacht tanzen.“

Michael Michalsky, Modedesigner

„Berlin ist, wenn eine Frau in High Heels und Abendkleid mit dem Rad vor der Staatsoper vorfährt, ohne schief angeguckt zu werden.“

Jette Joop, Modedesignerin

„Berlin ist, wenn Union spielt und die Stimmung An der Alten Försterei weithin zu hören ist. Weil Berlin mal Gewinner und auch mal Verlierer ist, aber niemals aufhört zu kämpfen.“

Uwe Neuhaus, Trainer vom FC Union Berlin

„Berlin ist, wenn Kultur und Kommerz sich kreativ verbinden. Weil Berlin nicht lange fackelt, sondern Ideen in die Tat umsetzt.“

Stephan Erfurt, Chef der Fotogalerie C/O Berlin

„Berlin ist, wenn ich mich jeden Tag über etwas ärgern könnte und doch nirgendwo anders leben möchte.“

Frank Henkel, CDU-Landes- und Fraktionschef in Berlin

„Berlin ist, wenn die Musik alle Kulturen vereint.“

Pivo Deinert, Musiker aus Schöneberg

„Berlin ist, wenn man vom Taxi angefahren wird und der Fahrer sagt: 'Aber keine Kurzstrecke.'“

Christian Ulmen, Schauspieler

Quelle: BMO
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