Radioaktivität
Strahlende Berliner Straße wird aufgegraben
Aufregung an der Stargarder Straße in Berlin-Prenzlauer Berg. Rein zufällig wurde am Sonntag ein radioaktiv strahlendes Stück Asphalt entdeckt. Experten suchen nun die Ursache und haben mit Grabungen begonnen.
Eine Spezialfirma soll der radioaktiven Strahlung aus einer Straße in Berlin-Prenzlauer Berg auf den Grund gehen. Die Fachleute begannen am Montag, die Fahrbahndecke am Fundort auf der Stargarder Straße Schicht für Schicht abzutragen, wie ein Sprecher des Landesamts für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin, sagte. Betroffen sei ein 40 mal 40 Zentimeter großes Stück Asphalt. Die Markierung an der betroffenen Stelle war allerdings, wie auf Fotos zu sehen ist, wesentlich größer. Die Straße wurde zwischen Lychener Straße und Pappelallee gesperrt.
Das Landesamt erstattete unterdessen Anzeige gegen Unbekannt, wie Sprecher Robert Rath sagte. Ermittler sollten klären, wie die strahlende Substanz unter die Stargarder Straße kam und wer dafür verantwortlich sei. Die Messgeräte des Deutschen Roten Kreuzes hatten bei einer Übungsfahrt an der Stelle ausgeschlagen. Noch ist nicht klar, worum es sich bei der Strahlenquelle handelt. Nach Angaben des Behördensprechers wird sie 10 bis 20 Zentimeter unter dem Asphalt vermutet.
Die Stelle war nach dem Fund zunächst mit Metallblöcken abgedeckt worden, um die Strahlung abzumindern. Es bestehe keine Gefahr für Passanten, sagte Rath.
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