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05.08.10

Umzugsatlas

Die Innenstadt wird den Berlinern zu teuer

Weil die Mieten immer mehr steigen, wechseln viele Berliner den Bezirk. Dabei räumen Alteingesessene die Innenstadt vor allem für Zuzügler - nicht immer ganz freiwillig.

© Frank Lehmann
Blick über Berlin
Vor allem Mitte haben die Berliner den Rücken gekehrt. 105.000 Menschen sind aus dem Zentrum der Stadt fort-, 90 000 aus anderen Bezirken zugezogen

Mudar Taher hat es geschafft. Er führt seine eigene Medienfirma, verdient ordentlich. Jetzt will der 32-Jährige eine Familie gründen. Und er möchte raus aus Spandau. Taher schaut sich in Charlottenburg um, Lietzensee oder Klausenerplatz wären bevorzugte Gegenden für ihn, sagt er. In Spandau sei das Angebot doch sehr eingeschränkt. „Das soziale Umfeld drückt auf die Stimmung“, sagt der Unternehmer mit arabischen Wurzeln. Die Lage habe sich in den letzten Jahren eher verschlechtert, weil „viele Arme“ zugezogen seien.

Dass Aufsteiger aus dem westlichen Randbezirk wegziehen, beobachten Bezirkspolitiker wie der Sozialstadtrat Martin Matz (SPD) schon länger. Entweder über die Stadtgrenze raus ins benachbarte Falkensee, oder aber wie Taher in eine hippere Gegend in der Innenstadt.

Was der Jungunternehmer Taher vorhat, ist Teil einer Dynamik, die am Ende zu einer sozialen Entmischung führt, vor der Politiker und Stadtsoziologen warnen. Aber der größere Trend weist in die andere Richtung. Alteingesessene Berliner machen die Innenstadt frei für die vielen Zuzügler aus dem In- und Ausland und ziehen in die Außenbezirke. Dabei kommen zwei Tendenzen zusammen. Erstens eine Wohlstandswanderung der Stadtmüden in die grünen Zonen am Stadtrand sowie der Versuch, aus sozial problematischen Kiezen herauszukommen. Zweitens ein Ausweichen der ökonomisch Bedrängten vor dem Druck durch steigende Mieten und der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen.

Einen Beleg für den Bevölkerungsaustausch in der Innenstadt liefert eine neue Statistik der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Die Beamten haben alle Umzüge innerhalb der Stadt für 2004 bis 2008 gezählt und den Bezirken zugeordnet. Dabei wird nicht nur die Umzugsfreudigkeit der Berliner belegt: Jeder Zweite der 3,4Millionen Einwohner hat statistisch gesehen in den betreffenden fünf Jahren die Wohnung gewechselt. Allerdings lässt die Umzugslust allmählich nach. Zogen 2004 noch elf Prozent der Bürger um, waren es im Jahr 2008 nur neun Prozent.

Wenn die Berliner umziehen, bleiben sie gern in der Nähe. Die Mehrzahl der Umzüge findet innerhalb der Grenzen des Bezirks statt. Es blieben aber 750.000 Personen, die von einem Bezirk in einen anderen gezogen sind.

Vor allem Mitte haben die Berliner den Rücken gekehrt. 105.000 Menschen sind aus dem Zentrum der Stadt fort-, 90 000 aus anderen Bezirken zugezogen. Bleibt ein Verlust an Berliner Ur-Bevölkerung von 15 000. Diese Lücke ist mehr als aufgefüllt worden durch Zuzug von außen, denn die Bevölkerungszahl der Stadtteile Alt-Mitte, Wedding und Tiergarten zusammen ist insgesamt um fast drei Prozent oder mehr als 10.000 gestiegen. Rechnerisch ergibt sich daraus, dass fast jeder zehnte Bewohner von Mitte innerhalb der letzten Jahre aus dem Ausland oder anderen Bundesländern zugezogen ist.

Ein ähnliches Bild gibt es aus Friedrichshain-Kreuzberg. Hier beträgt der Verlust an Ur-Berliner Bevölkerung fast 12.000, während die Einwohnerschaft gleichzeitig um fast fünf Prozent wuchs. Auch hier ist Zuwanderung von außen der Hintergrund: Insgesamt erlebt Berlin seit Jahren, dass mehr neue Bürger kommen als alte gehen. 2008 standen 132.000 Zuzüge 117.000 Wegzügen gegenüber. Das ändert die Bevölkerungsstruktur: Die Hertie Berlin Studie hat zutage gefördert, dass die Zugezogenen im Durchschnitt deutlich besser ausgebildet sind als die Ur-Berliner und somit auch bessere Jobs bekommen.

Verluste in der Inner-Berliner Wanderung verzeichnen neben Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg auch Tempelhof-Schöneberg (minus 5100), Neukölln (minus 2549) und Charlottenburg-Wilmersdorf (minus 800). Zuzug von Alt-Berlinern erfuhren vor allem die grünen Südbezirke Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick. Beim Umzug in diese Bezirke dürfte vor allem der Wunsch nach mehr Ruhe, nach Grün und Wasser eine Rolle gespielt haben, der auch viele Neu-Bürger nach den ersten Jahren in den aufgeregten Szene-Kiezen befällt. Das Gleiche dürfte in Teilen für Pankow, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Reinickendorf und Spandau gelten, die für Ruhesuchende auch ihre reizvollen Ecken haben. Aber in diesen Bezirken liegen auch ausgedehnte Großsiedlungen mit Hochhäusern meist aus den 60er-, 70er- oder im Falle der Ostbezirke auch 80er-Jahren.

Dort ist Wohnraum noch erschwinglich auch für Menschen, die sich Mitte oder Friedrichshain nicht mehr leisten können. Spandaus SPD-Kreisvorsitzender Raed Saleh wagt die These: „Die armen Leute ziehen in die Reinickendorfer, Spandauer oder Marzahner Platte.“ Aus Sicht des Abgeordneten ist das ein für die Gesamtstadt bedrohlicher Trend: „Hochwertige Gebiete werden durch Zuzug von Bildungsbürgern aufgewertet, andere werden weiter abgehängt“, warnt Saleh, der das Wort „verslumen“ zwar vermeiden möchte, dem beim Blick auf die Blocks des Falkenhagener Feldes aber auch kein besserer Begriff einfällt.

Der Senat sagt zwar, es ließen sich aus den Umzugszahlen zwischen den Bezirken keine Hinweise auf die Gentrifizierung, also die Verdrängung ärmerer Schichten aus bestimmten Stadtteilen ablesen. Das räumt auch der Spandauer Stadtrat Matz ein. Aus den Salden lasse sich in der Tat nicht viel schließen. „Wenn aber von Mitte nach Spandau insgesamt 5562 Menschen umziehen, handelt es sich doch bereits um eine relevante Größenordnung, deren Motive zu kennen interessant wäre“, sagt Matz.

Umzug ins Spandauer Hochhaus

Tatsächlich zeigt der Blick auf die absoluten Zahlen Auffälligkeiten: So sind 2400Menschen von Tempelhof-Schöneberg nach Marzahn-Hellersdorf gewechselt, wo sie sicher nicht alle Häuschen in den Siedlungsgebieten gebaut haben. Und fast 20 000 Personen haben Friedrichshain-Kreuzberg über die Bezirksgrenze Richtung Neukölln verlassen, was eine Folge davon sein kann, dass der Szene-Bezirk in letzter Zeit überaus gefragt ist. Auch von den fast 18.000 frühren Bewohnern von Mitte, die jetzt in Reinickendorf leben, haben sicher einige die Bleibe im Altbau gegen eine Etagenwohnung im Märkischen Viertel getauscht. Auch in Spandau ist der Zuzug ins Hochhaus zu beobachten: Das Gebiet Heerstraße-Nord mit seinen Wohnblocks verzeichnet mit den stärksten Zuzug, wie das Monitoring Soziale Stadt des Senats ausweist. Die Wohnungsgesellschaft GSW, die Wohnblocks in Kreuzberg und in Spandau besitzt, berichtet, die Mieten bei Neuvermietung stiegen in Friedrichshain-Kreuzberg um 7,2 Prozent und liegen mittlerweile bei 6,73 Euro pro Quadratmeter. In Spandau seien sie dagegen stabil und mit 5,20 Euro fast die günstigsten in ganz Berlin. Nur in Marzahn-Hellersdorf sind Wohnungen für Neumieter mit 4,81 Euro noch billiger zu haben.

Ein weiters Indiz für ein nicht ganz freiwilliges Ausweichen in preisgünstigere Außenbezirke ist die Zahl der in Eigentum umgewandelten Mietwohnungen. Ganz vorn liegen hier seit Jahren diejenigen Innenstadt-Bezirke, aus denen die früheren Bewohner auch abwandern: Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg, Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, hinzukommen noch Pankow und Steglitz-Zehlendorf.

Das Ausweichen der Alt-Einwohner findet offenbar zwar auf Druck der Verhältnisse statt, aber nicht durch Zwang. Die Berliner Jobcenter haben nur in relativ wenigen Fällen durchgesetzt, dass Arbeitslose in eine billigere Wohnung umziehen. 2008 waren es 579.

So teuer sind Mietwohnungen in Berlin
Die Mieten in Berlin sind 2009 im Vergleich zum Vorjahr stark angestiegen. Insgesamt zogen die Monatspreise pro Quadratmeter um 4,5 Prozent auf 5,85 Euro an. Am billigsten waren die....
.... Mieten im Bezirk Marzahn-Hellersdorf, wo die Preise um 1,7 Prozent auf 4,81 Euro pro Quadratmeter stiegen. In bestimmten Lagen des Bezirks gibt es die niedrigsten Preise der Hauptstadt überhaupt – 3,59 Euro pro Quadratmeter.
Nur in Spandau blieben die Mietpreise stabil: Sie sanken sogar leicht um 0,1 Prozent auf 5,20 Euro. Etwas teurer sind Wohnungen in...
... Neukölln, wo man pro Quadratmeter 5,47 Euro zahlt – 5,1 Prozent mehr als 2008.
Noch etwas teurer ist der Bezirk Reinickendorf. Hier stieg die Durchschnittsmiete um 1,9 Prozent auf 5,49 Euro pro Quadratmeter.
In Mitte stieg die Miete um 3,8 Prozent auf 5,50 Euro. Allerdings gibt es hier die stärksten Schwankungen innerhalb eines Bezirks: So zahlt man...
... an Toplagen wie der Flaniermeile Unter den Linden und am Alexanderplatz bis zu 12,01 Euro, im Westen und Norden nur etwa ein Drittel davon (4,16 Euro).
Auch in Lichtenberg stiegen die Mietpreise an – um 4,3 Prozent auf 5,53 Euro pro Monat und Quadratmeter. Darauf folgt...
... Treptow-Köpenick (plus 1,1 Prozent auf 5,58 Euro). Bereits über dem stadtweiten Durchschnitt liegt...
... der Bezirk Tempelhof-Schöneberg, wo die Mieten um 4,3 Prozent auf genau sechs Euro pro Quadratmeter im Monat anzogen.
Fast am stärksten stiegen die Mieten in Pankow an – nämlich um 6,3 Prozent auf 6,36 Euro. Ebenfalls wesentlich teurer wurde...
... der Quadratmeter in Steglitz-Zehlendorf (plus 5,9 Prozent auf 6,48 Euro).
Auf die stärksten Preiserhöhungen mussten sich Mieter in Friedrichshain-Kreuzberg einstellen: Pro Monat und Quadratmeter stieg die Miete um 7,2 Prozent auf 6,73 Euro. Damit liegt der Bezirk dicht am Spitzenreiter...
... Charlottenburg-Wilmersdorf, wie im Vorjahr der teuerste Bezirk: Die Mieten zogen um 5,8 Prozent auf 6,80 Euro an. Was Spitzenmietpreise angeht, liegt der Bezirk mit 11,65 Euro auf Platz zwei hinter den Luxuslagen von Mitte.
Etwas anders sieht die Situation aus, wenn man die Mietpreisentwicklung nach Postleitzahlen betrachtet. In der Toplage unter den Linden (10117) in Mitte kostet der Quadratmeter im Monat 11,01 Euro. Am Alexanderplatz (10178) sind es immerhin noch 9,17 Euro.
Teuer ist auch das Wohnen am Ludwigkirchplatz (10719) in Charlottenburg-Wilmersdorf: Hier kostet der Quadratmeter 9,12 Euro. Auch Dahlem (14195) in Steglitz-Zehlendorf und der Rosenthaler Platz (10119) in Mitte sind mit 8,95 bzw. 8,69 Euro teure Wohnlagen.
Extrem günstig ist dagegen der Quadratmeterpreis in Kaulsdorf-Nord (12619) mit 4,23 Euro. Ebenfalls niedrig sind die Preise im...
... Märkischen Viertel Ost (13439) in Reinickendorf mit 4,35 Euro sowie an der Heer- und Wilhelmstraße (13593) in Spandau mit 4,45 Euro. Auch das Wohnen an der Mehrower Allee (12687) in Marzahn-Hellersdorf und im Märkischen Viertel West (13435) in Reinickendorf kostet mit jeweils 4,49 Euro pro Quadratmeter im Monat nicht viel.
Die mit Abstand höchsten Monats-Kaltmieten haben Anwohner der luxuriösen Meile Unter den Linden (Postleitzahl 10117), nämlich 991 Euro pro Monat.
Es folgt Dahlem (14195) im Bezirk Steglitz-Zehlendorf mit 841 Euro. Weit dahinter liegen noch der Ludwigkirchplatz (10719) mit 730 Euro, der Alexanderplatz (10178) mit 715 Euro und Wannsee (14109) in Steglitz-Zehlendorf mit 675 Euro pro Monat.
Im Monat am wenigsten geben die Bewohner von Kaulsdorf-Nord (12619) für ihre Kaltmiete aus – nur 288 Euro. Ebenfalls sehr günstig...
... sind Mietwohnungen in Blankenfelde (13159) in Pankow mit 300 Euro, Hohenschönhausen-Ost (13059) in Lichtenberg mit 304 Euro, Rehberge (13351) in Mitte mit 305 Euro und Borsigwalde (13509) in Reinickendorf mit 306 Euro.
Ebenfalls im Mietkostenatlas aufgelistet wird die Wohnkostenbelastung. Diese beschreibt, wieviel Prozent ihrer Kaufkraft die Berliner Mieter für ihre Wohnungen ausgeben. Nach Postleitzahlen aufgeschlüsselt ist die Belastung...
... in der Gegend um die Luxusstraße Unter den Linden in Mitte (10117) am höchsten. Hier geben die Mieter über die Hälfte ihrer verfügbaren Einkommens für ihre Wohnungen aus. Dahinter folgen...
... der Alexanderplatz (10178) in Mitte mit 41,5 Prozent, Kreuzberg-West (10963) mit 39,3 Prozent, der Ludwigkirchplatz (10719) in Charlottenburg-Wilmersdorf mit 39,2 Prozent und der Ostbahnhof in Friedrichshain-Kreuzberg (10243) mit 36,9 Prozent.
Den geringsten Anteil ihrer Kaufkraft müssen dagegen die Bewohner von Blankenfelde (13159) in Pankow für ihre Warm-Mieten ausgeben, nämlich nur 16,4 Prozent. Nicht viel mehr sind es in...
... Rudow-Ost (12357) in Neukölln mit 17 Prozent, Mahlsdorf (12623) in Marzahn-Hellersdorf mit 17,3 Prozent sowie Alt-Wittenau (13437) und Waidmannslust (13469) in Reinickendorf mit 17,7 bzw. 17,8 Prozent.
Wo man im Schnitt die größten Wohnungen anmieten kann, gibt der Mietkostenatlas 2009 ebenfalls an. Nach Postleitzahlen geordnet liegt in dieser Kategorie...
... Dahlem (14195) in Steglitz-Zehlendorf vorn – hier ist eine Durchschnittswohnung stolze 94 Quadratmeter groß. Geräumig sind auch...
... die Wohnungen in Zehlendorf-Mitte (14163) mit 92 Quadratmetern. Platz haben Mieter auch in Wohnungen an der Prachtstraße Unter den Linden (10117) mit 90 Quadratmetern, der Konradshöhe (13505) in Reinickendorf mit 88 Quadratmetern und in der Umgebung von Heiligensee (13503) mit 85 Quadratmetern.
Die im Durchschnitt kleinsten Wohnungen wurden in Borsigwalde (13509) in Reinickendorf erfasst – sie umfassen 56 Quadratmeter.
Wohnungen mit jeweils 57 Quadratmetern gibt es in Blankenfelde (13159) und an der Ostseestraße (10409) in Pankow sowie am Baumschulenweg (12437) in Treptow-Köpenick mit jeweils 57 Quadratmetern. Auch in Hohenschönhausen-Ost im Lichtenberg ist die Durchschnittswohnung relativ klein, nämlich 59 Quadratmeter.
In Berlin stehen auch viele Wohnungen leer. Am größten ist der Leerstand in...
... Westhaften (13353) in Mitte mit 14,6 Prozent. Ebenfalls mehr Mieter kann...
... das Bötzowviertel (10407) in Pankow mit 13,4 Prozent Leerstand gebrauchen. In Hellersdorf-Nord (12627) stehen 10,2 Prozent der Mietwohnungen leer. In Ahrensfelde (12689), ebenfalls in Marzahn-Hellersdorf gelegen, sind es 8,9 Prozent. Ebenfalls auf wenig Mieter-Interesse stößt Lichtenrade-Südost (12309) in Tempelhof-Schöneberg mit 8,2 Prozent Leerstand.
Fast überhaupt keine Wohnung kriegt man mehr am Baumschulenweg (12437) im Bezirk Treptow-Köpenick, wo nur 0,5 Prozent des Bestandes nicht vermietet sind. Ebenfalls eine hervorragende Auslastung hat die...
... Prenzlauer Allee (10405) in Pankow mit 0,8 Prozent Leerstand. Auch die meisten Wohnungen...
... in Grunewald (14193) in Charlottenburg-Wilmersdorf sowie Alt-Reinickendorf (13407) sind vermietet – nur 0,9 Prozent stehen jeweils leer. Auch in Niederschöneweide (12439) in Treptow-Köpenick sind die Wohnungen mit 1,1 Prozent Leerstand fast alle belegt.
Quelle: GSW Immobilien GmbH, CB Richard Ellis und GfK GeoMarketing
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