Knapp sechs Wochen nach der Bruchlandung des Rosinenbombers in Schönefeld hat die Dienstleistungsfirma Air Service Berlin GmbH Terminal C Insolvenz beim Amtsgericht Potsdam anmelden müssen. Auch dem Mutterunternehmen steht ähnliches bevor.
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Probleme mit dem Triebwerk haben im Juni 2010 den Rosinenbomber fast zum Absturz gebracht. Der Pilot rettet die Situation. Reichlich schräg setzt das Flugzeug auf dem Boden auf. Ein Augenzeuge hielt die Notlandung mit seinem Fotoapparat fest.
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Der Pilot schafft es nicht zurück zum Flughafen. Er muss die Maschine außerhalb der Landebahn aufsetzen.
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Ein Augenzeuge hielt den dramatischen Moment mit seiner Kamera fest: Ein harter Aufprall, der Rosinenbomber durchbricht einen Bauzaun, Flugzeugteile fliegen herum.
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Das Flugzeug kommt zum Stehen. Qualm steigt aus dem Cockpit auf.
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Dabei sollte es ein ganz normaler Rundflug über Berlin werden. Doch kurz nachdem er gestartet war, geriet der "Rosinenbomber" ist Trudeln.
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Der Pilot musste zur Notlandung ansetzen.
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Das Flugzeug kam neben einer Baustellenzufahrt in einem Feld zum Stehen.
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Zum Glück wurde der Flugverkehr in Schönefeld bei der Notlandung nicht gefährdet.
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Beim Aufsetzen brach auch ein Rad vom Fahrgestell ab.
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Mehrere Wrackteile liegen verstreut um das schwer beschädigte Flugzeug herum.
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Metallteile der DC-3 flogen bei dem Aufprall Meter weit.
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Löchfahrzeuge eilten zum Unglücksort.
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Flugbenzin hatte sich entzündet, der Brand konnte aber schnell gelöscht werden.
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Auch Krankenwagen waren schnell vor Ort, um die Verletzten zu versorgen.
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Der Copilot des "Rosinenbombers" wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.
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Sieben Flugzeuginsassen wurden zum Glück nur leicht verletzt.
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Einer von ihnen wird in den Krankenwagen gehoben.
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Die Passagieren wurden am Flughafen Schönefeld versorgt.
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Zum Glück ging das Unglück glimpflich aus.
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Ganz in der Nähe des Unglücks liegt der Ort Selchow. Die Maschine schlug nur wenige Hundert Meter von den Häusern entfernt auf.
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Glück im Unglück: Der Rosinenbomber ging nicht in Flammen auf.
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Das historische Flugzeug wurde jedoch schwer beschädigt. Ob es jemals wieder fliegen wird ist ungewiss.
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Die Douglas DC-3 sei besonders sorgfältig gewartet worden, hieß es seitens der Betreiberfirma der Rundflüge.
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Zahlreiche Einsatzfahrzeuge waren vor Ort. Der Flugverkehr in Schönefeld wurde aber nur für etwa fünfzehn Minuten unterbrochen.
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Nun muss die Ursache für das Unglück geklärt werden.
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Das war vor dem Unglück: Pilot Frank Hellberg kontrolliert den Motor des "Rosinenbombers" vom Typ Douglas DC-3 Dakota auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld. Die Maschine ist Baujahr 1944 und der einzige noch flugfähige Rosinenbomber in Deutschland.
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Einen Tag nach dem Unglpück wurde der havarierte Rosinenbomber abtransportiert.
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Das Flugzeug wurde in einen Hangar des Flughafens Schönefeld gebracht.
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Ein großer Kran hievte die Maschine an.
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Mit der Nase ist die DC-3 schon wieder in der Luft. Ob das historische Flugzeug jemals wieder abhebt, ist unklar. Die Eigner sind jedoch zuversichtlich, die Maschine reparieren zu können.
„Wir sind zahlungsunfähig“, sagte Geschäftsführer Frank Hellberg am Donnerstag
Morgenpost Online. „Das Terminal C am Flughafen Schönefeld kann nicht
weiterbetrieben werden, da wir zu 80 Prozent vom Rosinenbomber gelebt
haben.“ Deshalb hat die Dienstleistungsfirma Air Service Berlin GmbH
Terminal C Insolvenz beim Amtsgericht Potsdam anmelden müssen.
Die Rückforderung von Ticketpreisen sei sehr hoch, und Kredite könnten nicht
mehr bedient werden. Den zehn Mitarbeitern wurde gekündigt. Inwieweit
Kunden, die Tickets für einen Rosinenbomberflug im Voraus gebucht haben, ihr
Geld zurückbekommen, wird sich im Insolvenzverfahren entscheiden. Erst vor
zwei Jahren im Zuge der Schließung des Flughafens Tempelhof hatte Air
Service Berlin 1,2 Millionen Euro in den Umbau des ehemaligen Terminals der
israelischen El-Al-Maschinen in Schönefeld investiert.
Auch das Mutterunternehmen Air Service Berlin
GmbH CFH wird am Freitag eine sogenannte Planungsinsolvenz beim Amtsgericht
Charlottenburg einreichen, teilte der Geschäftsführer Frank Hellberg mit.
„Die Planungsinsolvenz ermöglicht, das der noch wirtschaftliche Betrieb des
Wasserflugzeugs, des ,WELT'-Ballons und der Verkehrsüberwachung
weitergeführt und die dortigen acht Arbeitsplätze erhalten werden können“,
sagt Hellberg.
„Ziel einer Planungsinsolvenz ist es, den Gläubigern mehr auszahlen zu können
als bei Zerschlagung des Unternehmens und letztlich die Firma wieder auf
gesunde Füße zu stellen.“ Die Reparaturarbeiten am Rosinenbomber sind von
den Insolvenzverfahren nur unmittelbar betroffen. So wird der Wert des
Wracks jetzt voraussichtlich geschätzt. Da der Förderverein „Rosinenbomber
e.V.“ das Flugzeug vom Typ DC 3 aus dem Jahr 1944 wieder aufbauen will, muss
es die Überbleibsel kaufen.
Inzwischen hat die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nach Angaben von
Hellberg zunächst erst einmal den Rumpf des Flugzeugs freigegeben. Das
Unglück mit dem Rosinenbomber hatte sich am Nachmittag des 19. Juni
ereignet. Beim Versuch, zu einem Rundflug über Berlin aufzusteigen, hatte
der Rosinenbomber eine Bruchlandung gemacht.
Das zweimotorige Passagierflugzeug mit 28 Insassen an Bord wurde bei dem
Aufprall kurz vor der Start- und Landebahn in Schönefeld schwer beschädigt.
Sieben Menschen, darunter alle drei Crew-Mitglieder, erlitten Verletzungen.