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Prozess-Auftakt

Mutmaßlicher Mai-Randalierer schweigt vor Gericht

Drei Monate nach den diesjährigen Mai-Krawallen muss sich ein 21-Jähriger wegen einer Attacke auf einen Polizisten verantworten. Zu Prozessbeginn verweigerte er die Aussage.

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In Kreuzberg ist es am Abend des 1. Mai 2010 zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Randalierern gekommen - nach einer Demo, die zunächst gewaltfrei begann.
Foto: REUTERS
In Kreuzberg ist es am Abend des 1. Mai 2010 zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Randalierern gekommen - nach einer Demo, die zunächst gewaltfrei begann.

Ein 21-jähriger Berliner, der sich an den diesjährigen Mai-Krawallen beteiligt haben soll, hat zu Prozessbeginn die Aussage verweigert. In dem Strafverfahren vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten wird dem Angeklagten schwerer Landfriedensbruch und versuchte Körperverletzung vorgeworfen. Der Mann soll in der Nacht zum 2. Mai in Kreuzberg eine Flasche geworfen und den Helm eines Polizisten getroffen haben. Dabei soll der Angeklagte in einer Gruppe von Randalierern gestanden haben, die Feuer anzündeten und Hassparolen gegen Polizisten riefen.

Ein Polizist hatte seinen Angaben nach beobachtet, dass der Angeklagte mit Wucht die Flasche warf. Welchen Kollegen das Wurfgeschoss traf, konnte der 32-jährige Zeuge nicht sagen. Ein 23- jähriger Polizist beschrieb die Stimmung als „sehr aggressiv“. Mehrere Flaschen seien geflogen und es gab polizeifeindliche Sprechchöre. Er selber wurde am Bein getroffen, konnte aber den Werfer nicht sehen.

Vor zwei Wochen wurde ein Steinewerfer zu einem Jahr und sechs Monaten Haft mit Bewährung verurteilt. Der ebenfalls 21-jährige Mann hatte in Kreuzberg Steine auf die Polizei und deren Mannschaftswagen geworfen. Ein politisches Motiv wurde nicht festgestellt. Insgesamt wurden in Berlin 98 Polizisten verletzt. 2009 waren es fast 500 Beamte. Die Staatsanwaltschaft hat nach Angaben eines Justizsprechers 52 Anklagen erhoben.

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Berliner Krawalle am 1. Mai
dpa/ap

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