01.07.10

Nach Notlandung

Tempelhof-Maschine hat Flugfeld verlassen

Gekommen war aus der Luft, verlassen musste es den ehemaligen Flughafen Tempelhof auf dem Landweg. Das am Wochenende notgelandete Sportflugzeug wurde mit einem Laster abtransportiert. Derweil gibt es erste Hinweise auf die Unglücksursache.

Foto: Christian Hahn

Auf dem stillgelegten Berliner Flughafen Tempelhof ist ein Kleinflugzeug notgelandet. Die Maschine vom Typ Socata TB 10 hatte nach Polizeiangaben bei einem Rundflug über der Stadt einen Motordefekt.

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Das in Berlin-Tempelhof notgelandete Kleinflugzeug ist nach vier Tagen auf dem Landweg abtransportiert worden. Die viersitzige Maschine vom Typ Socata TB 10 Tobago sei am Mittwochabend mit abmontierten Flügeln auf einen Lastwagen verladen und zum Flughafen Tegel gebracht worden, sagte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Donnerstag. Der Eigner des Flugzeugs habe den Transport veranlasst. "Wir sind mit dem Ausgang sehr zufrieden", so der Sprecher. Die Senatsverwaltung hatte sich schon kurz nach der Notlandung gegen einen Start von Tempelhof ausgesprochen, weil es dort keine Flugsicherung mehr gebe.

Das Propellerflugzeug war am Samstagnachmittag in Tegel mit vier Insassen zu einem Rundflug gestartet. Während des Fluges setzte der Motor aus, der Pilot konnte keinen der beiden Berliner Flughäfen mehr ansteuern. Er landete die Maschine sicher auf der früheren südlichen Landebahn in Tempelhof.

Ursache für die Notlandung sei nach einem Zwischenbericht der Oberen Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg wohl ein Bedienungsfehler, sagte Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge Reyer am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. "Ein technisches Versagen kann ausgeschlossen werden." Der Pilot flog im Auftrag der Bundeswehr, die einen Familientag veranstaltete und Rundflüge für Soldaten und ihre Familien anbot. Während des Fluges fiel der Motor aus, der Pilot konnte keinen der beiden Berliner Flughäfen mehr ansteuern.

Nun will der Senat Rundflüge über Berlin einschränken. Junge-Reyer kündigte an, sie werde die Bundeswehr als Veranstalter bitten, "auf Rundflüge mit einmotorigen Maschinen zu verzichten". Notlandungen seien immer mit erheblichen Gefahren verbunden. In diesem Fall hätten sich nach Angaben des Piloten bei der Landung etwa 50 Menschen auf der früheren Landebahn befunden, so die Politikerin.

Der Flughafen Tempelhof mitten in der Stadt war im Herbst 2008 stillgelegt worden.

Quelle: dpa/sei
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