Organisierte Kriminalität
Clan-Fehde half bei Festnahme der Pokerräuber
Alle vier mutmaßlichen Pokerräuber sitzen in Haft. Die letzten zwei stellten sich am Sonnabend am Flughafen Tegel. Allerdings hatte die Polizei sie längst im Visier - auch Dank Hinweisen, die wohl eine arabische Großfamilie lanciert hatte, um ihren Feinden zu schaden.
Die vier Verdächtigen Pokerräuber waren mögllicherweise nicht die einzigen, die an dem Überfall auf das Pokerturnier im "Grand Hyatt" Anfang März in Berlin beteiligt waren. Nach Informationen von Morgenpost Online aus Polizeikreisen gibt es Hintermänner aus der organisierten Kriminalität in Berlin, die in den spektakulären Coup verwickelt sind.
So sollen die vier Pokerräuber den Überfall im Auftrag der polizeibekannten arabischen Großfamilie A.-M.* begangen haben. Zwei Mitglieder dieser Familie sollen sich kurz vor dem Überfall im „Grand Hyatt“ aufgehalten haben und auf Überwachungsbildern zu sehen sein. Die Polizei wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern.
Im Laufe der Ermittlungen geriet dann auch der mit der besagten Familie verfeindete arabische Familienclan A.-C.* ins Visier der Beamten. Deren Mitglied Muhammed B. wurde vergangene Woche festgenommen, einen Tag später aber wieder freigelassen. Der Clan A.-M. hatte, so heißt es, die Falschinformation gestreut, um der verfeindeten Familie A.-C. zu schaden. Die wiederum soll als Reaktion darauf dafür gesorgt haben, dass der Polizei die Identität der wahren Täter aus dem Umfeld der gegnerischen Familie A.-M. bekannt wurde.
* Namen/Initiale geändert
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